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Konkurse im Mai

Neuerliche Insolvenzen und Konkurse in Österreich machen deutlich, wie schnell ein Unternehmen die Pleite treffen kann. Mal verschließen Inhaber die Augen, mal sind es äußere Einflüsse wie offene Forderungen oder Fehleinschätzungen. Lesen Sie im Folgenden, wie es im April 2016 zu tragischen Firmenpleiten in Österreich kam.

 

Alfred Danglmaier Gesellschaft m.b.H.

Das am 25. April 2016 am Landesgericht Leoben eröffnete Konkursverfahren des 1960 gegründeten Traditionsunternehmens Alfred Danglmaier Gesellschaft m.b.H. hat große Kreise gezogen. Die Geschäftsfelder umfassen Erdbewegungsarbeiten, Transporte, einen Containerverleih, den Betrieb eines Steinbruches sowie Recycling von Baumassen. Erstmals in 2015 kam es zu hohen nicht aufholbaren Umsatzeinbrüchen in Höhe von 500.000 EUR. Hintergründe sind größere Konkurrenz, der Auftragsrückgang durch die Öffentliche Hand sowie beachtliche Forderungsausfälle. Den Passiva von 2,4 Mio. EUR stehen Aktiva von 1,5 Mio. EUR gegenüber. 21 Dienstnehmer sowie 87 Gläubiger sind betroffen. Der Insolvenzverwalter prüft die Fortführung des Betriebes.

 

International School GmbH St. Gilgen, Österreich

Am 5. April 2016 hat die International School GmbH, St. Gilgen, Insolvenz angemeldet und lässt insgesamt 84 Dienstnehmer im Unklaren. Das Unternehmen betreibt eine Internet-Privatschule mit ca. 150 Internatsschülern, 100 regulären Schülern sowie eine Sommerschule und ein internationales Study Centre. Verschlechterte Rahmenbedingungen führten zu einem Schülerrückgang. Darüber hinaus befindet sich das Unternehmen in einem Rechtsstreit mit dem Verpachter wegen der Höhe der Pachtkosten. Die Passiva belaufen sich auf EUR 6 Mio, die Aktiva auf EUR 1,8 Mio. Ein Sanierungsplan mit 30-prozentiger Bezahlquote für 88 Gläubiger steht im Raum. Mittlerweile hat haben sich einige der Eltern zusammengeschlossen und wollen die Schule weiterbetreiben.

 

Hotel Grüner Baum GmbH & Co. KG

Für das Hotel Grüner Baum wurde am 18.04.2016 das Konkursverfahren am Landgericht Salzburg eingeleitet. Bereits seit 2006 stand dieses Unternehmen auf wackeligen Beinen und gehört mit beachtlichen Passiva in Höhe von 7,4 Mio. EUR und lediglich 21.000 EUR Aktiva zu den aktuell größten Pleiten Österreichs. Als Ursache wird angegeben, dass die Schuldnerin sich ausschließlich aus Mitteln des Hotels finanzierte und über keinerlei sonstige Einnahmequellen verfügte. Das Unternehmen kann nicht fortgeführt werden. Betroffen sind ein Dienstnehmer und 3 Gläubiger.

 

O.St. Feingußgesellschaft m.b.H. Werk VI Straße 56, 8605 Kapfenberg

Über das Vermögen des Unternehmens mit 68 Dienstnehmern wurde am 15.04.2016 ein ‘Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung’ eingeleitet. Beachtliche 214 Gläubiger erhalten innerhalb von zwei Jahren eine Bezahlquote von 20 %. Die Passiva betragen 6,82 Mio. EUR, die Aktiva 6,57 Mio.; das Unternehmen soll nach dem Sanierungsverfahren fortgeführt werden. Hauptursache für das Sanierungsverfahren ist das Geschäftsjahr 2012. Hier hatte es bereits eine Sanierung gegeben, anschließend folgten operative Verluste. Dies soll auf ein zu hohes Personalaufkommen in der Produktion und eine zu große Produktvielfalt zurückzuführen sein.

 

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