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Zeitraum: seit Februar 2021
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Überhitzung Immobilienmarkt Österreich

Das Finanzmarktstabilitätsgremium verkündete zuletzt eine besorgniserregende Nachricht. Es seien Indikatoren vorhanden, welche auf eine Blase in dem vorgenannten Kapitalanlagemarkt schließen lassen. Das Platzen dieser könnte in einem Bankensterben resultieren. Besondere Sorgen bereitet den Bankenaufsehern die Entkoppelung der stark steigenden Assetpreise von den Reallöhnen der Arbeitnehmer. Ob der Boom im Wohnungsbausektor bald vorbei ist, erfahren Sie hier.

Signifikantes Wachstum der Verkaufspreise im Häuser- und Wohnungsmarkt

Nicht ausschließlich im Jahr der Corona-Pandemie, sondern bereits in den zehn Jahren zuvor stiegen die Preise per annum um mehr als 5 Prozentpunkte. Die der verfügbaren Einfamilienhäuser im abgelaufenen Jahr sogar um 10 Prozent, konstatieren die Makler von Remax. Die Nationalbank hingegen vermutet den Anstieg bei 12 Prozentpunkten.
Diese Werte sind im europäischen Vergleich über dem Durchschnitt. Finanzmarktaufseher warnen eindringlich vor einer Überhitzung des österreichischen Immobilienmarktes.

Auseinanderdriften von Immobilien und Löhnen

Steigende Löhne erfreuen nicht nur die Arbeiter, die diese erwirtschaften. Eine hervorragende ökonomische Entwicklung wird mit wachsenden Gehältern in Verbindung gebracht.
Mit dem immensen Zuwachs am Häusermarkt konnten diese allerdings nicht Schritt halten. Viel mehr entwickelten sie sich divergent, da die Immobilienpreise doppelt so stark wie die verfügbaren Haushaltseinkommen der Österreicher wuchsen. Diese Tendenz muss nicht zwangsläufig in wirtschaftlichen Herausforderungen resultieren, betonen die Spezialisten des Finanzmarktstabilitätsgremiums. Kritisch wird es allerdings, wenn die Käufer das Eigenheim gehebelt mithilfe von Krediten der Bank finanzieren.
Wenn Sie beispielsweise ihre Traumwohnung mit eigenen Mitteln erwerben, sind einzig Sie selbst bei einem Preisverfall der Geschädigte.
Anders verhält es sich, wenn der Großteil der Kaufsumme durch ein Darlehen der Bank aufgebracht wird.
Speziell im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der ausgegebenen Immobiliendarlehen seitens der Bankinstitute um 6,6 Prozent. Damit sind die Werte der Weltfinanzkrise 2008/2009 beinahe erreicht.

Nationalbank fordert mehr Eigenmittel beim Haus Kauf

Empfohlen wird, mindestens 20 Prozent der Gesamtsumme als Eigenkapital einzubringen und den Rest über ein Darlehen zu bestreiten.
Diese Empfehlung wird derzeit bei 60 Prozent der vergebenen Kredite missachtet.
Darüber hinaus sollte sich die Annuität im Rahmen von 30 bis 40 Prozentpunkten des verfügbaren Einkommens bewegen. Bei rund 20 Prozent der Haushalte tut sie dies nicht.
Vor allem in Zeiten niedriger Bauzinsen ist zudem die Festschreibung der Zinsbindung auf lange Laufzeiten angeraten.
Hierdurch vermeiden Anleger den Anstieg der monatlichen Belastungen infolge eines strukturell höheren Zinsniveaus.

Wann platzt die Immobilien Blase ?

Wegen der beschriebenen Entwicklungen besteht die Gefahr, dass Kreditnehmer im Zuge einer Krise ihre Darlehen nicht mehr bedienen können. Sogleich würden die Banken an Zahlungsausfällen leiden, die sie selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten oder die Gefahr der Insolvenz bringen würden. Eine Systemkrise wäre die Folge.
Hierzu müsste eine Konstellation unglücklicher Ereignisse im zeitlichen Zusammenhang eintreten.
Dies ist laut Experten momentan aus einer Vielzahl an Gründen nicht absehbar.
Derartige Prozesse setzen fallende Preise für Wohnraum bei parallel sinkenden Gehältern und steigenden Bauzinsen voraus. Und zwar in solch einem Ausmaß, dass Privathaushalte nicht imstande sind, die monatlichen Teilzahlungen zu leisten.
Die österreichischen Hausstände sind allerdings verglichen mit ihren europäischen Partnern nur gering verschuldet. Die, die es sind, weisen hohe und beständige Einkommensströme auf und sind in der Lage, wirtschaftliche Verwerfungen zu überwinden.

Expansive Kreditvergabe und steigende Preise

Hinzu kommt, dass mittlerweile mehr als 60 Prozent aller Baukredite fest verzinst sind.
Überdies werden gemäß der European Banking Authority lediglich 2,1 Prozent der Darlehen nicht bedient. Dieser Wert ist marginal und stellt kein Sicherheitsrisiko dar.
Eine Ursache weiter steigender Preise im Wohnungsmarkt lässt sich in Wien beobachten. Noch nicht fertiggestellte Gebäude werden von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen und Versicherungen erworben und anschließend aufgrund der hohen Kaufkosten für einen beträchtlichen Mietzins vermietet. Dieses Vorgehen schmälert zunächst die Rendite. Der Verkauf der Immobilien Jahre später bessert die Bilanz und somit den Gewinn dagegen deutlich auf.  Das Platzen der Blase ist demnach nicht abzusehen. Speziell in gefragten Ballungsgebieten werden die Preise weiter steigen.
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