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InterSky vor der Insolvenz bzw. Konkurs

Die in Bregenz ansässige Regionalairline InterSky Luftfahrt GmbH ist in arge Turbulenzen geraten. Der Schuldenberg der Vorarlberger Fluglinie beläuft sich mittlerweile auf rund siebzehn Millionen Euro. Findet sich in letzter Minute kein Investor, droht InterSky und seinen insgesamt rund 150 Mitarbeitern das Aus. Das 2001 gegründete Luftfahrtunternehmen verfügt über insgesamt fünf Flugzeuge: zwei Typ ATR 72-600 sowie drei Bombardier Q300. Bis zum Jahr 2012 befand sich das Unternehmen im Besitz der Gründerfamilie Seewald. Dann stieg mit der Intro Aviation ein deutscher Luftfahrtbetrieb als Investor ein. Deren Eigner, Hans Rudolf Wöhrl, hält seit damals zwar die Mehrheit an der InterSky Luftfahrt GmbH, will jedoch wegen mangelnder Gewinnperspektive kein weiteres Geld in die trudelnde Firma stecken. Fünfundzwanzig Prozent der Aktien befinden sich noch im Besitz der Gründerfamilie.

Letzte Hoffnung für Intersky

Nun ruhen die Hoffnungen des angeschlagenen Bregenzer Luftfahrtunternehmens auf der MDA (Mitteldeutsche Aviation), wiederum ein deutscher Betrieb. Deren Gesprächsführer, Roland Ehrsam, zeigt sich zwar auch nach Abbruch der ersten Verhandlungsrunde an der österreichischen Fluglinie interessiert, ist jedoch nicht gewillt, sich dafür die gesamten Schulden der Vorarlberger Rinterskyegio-Airline aufzuladen. Zu den Verbindlichkeiten der Regionalfluglinie gehören auch ausstehende Leasingraten. Aus diesem Grund soll auch der Leasinggeber an den Verhandlungen teilnehmen. Sollte mit ihm keine Einigung zustande kommen, würde das die Aussichten auf eine erfolgreiche Sanierung des angeschlagenen Unternehmens gehörig dämpfen. Die MDA wäre ihrerseits bereits, Investitionen in Höhe von etwa fünf Millionen Euro vorzunehmen.

Intersky Konkurs Antrag in Vorbereitung

 

Dass das Bregenzer Luftfahrtunternehmen InterSky auch in nächster Zeit auf finanzielle Unterstützung angewiesen sein wird, scheint außer Frage. Um eine langfristige Finanzierung zu gewährleisten, bedarf es einer kräftigen Kapitalspritze. Von der deutschen Muttergesellschaft Intro Aviation ist jedoch kein weiteres Geld zu erwarten. Aussagen des Geschäftsführers Peter Oncken zufolge, habe die Intro-Aviation ihre Tochterfirma in den vergangenen Monaten massiv unterstützt. Inzwischen sei man jedoch zu der Erkenntnis gelangt, dass der Wettbewerb im Regional-Nischenverkehr so groß sei, als dass man dort noch einen Blumentopf gewinnen könne. Laut einer Meldung des Allgäuer Online-Magazins al-in.de vom 6.11.2015, hat die österreichische Fluggesellschaft den Betrieb am Flughafen Memmingen bereits eingestellt. Da die Gespräche mit potentiellen Investoren nicht positiv verlaufen seien, werde das Unternehmen am Montag 9.11.2015 den den Gang zum Insolvenzgericht antreten, hieß es. Ob der Betrieb dann wieder aufgenommen hängt vom künftigen Insolvenzverwalter ab. Möglicherweise wird der aus dem Hause InterSky stammen, denn wie Geschäftsführerin Renate Moser gegenüber dem Online-Journal Format.at erklärte, strebe das Unternehmen „ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung an”.

 

Bildquelle: Wolf&Marg / pixelio.de

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