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Modehandel droht eine Pleitewelle

Einkaufszentren geschlossen, menschenleere Shopping-Meilen und Kaufhäuser, die ihre Mitarbeiter entlassen: Viele Händler werden wahrscheinlich in den nächsten Monaten Konkurs anmelden müssen, insbesondere im Textilhandel. Ein Abverkauf ist für Kunden erfreulich, für Händler aber oft die letzte Möglichkeit den Betrieb zu retten.

 

Leere Malls und Innenstädte – wird dieses Bild nach der Krise fortbestehen?

 

In vielen Städten könnte es nach dem Ende der Corona-Pandemie ähnlich aussehen. Experten gehen davon aus, dass eine beachtliche Zahl von Einzelhändlern sowie Gastronomien, aber auch etliche Filialbetriebe die Schließung ihrer Geschäfte nicht überstehen. Die Leerstandsquote in vielen Stadtzentren würde demnach beschleunigt, was in der Folge noch weniger Konsumenten anlockt, als bisher.

 

Insolvenzwelle wird erwartet

 

Ein Vertreter des Einzelhandelsverbands erklärte nach einer Umfrage unter den Mitgliedern, dass etwa ein Drittel der Unternehmen die Folgen der Krise durch COVID-19 nicht überleben wird. Dabei kommen bereits seit Jahren immer weniger Menschen in die Städte, um einzukaufen. In Deutschland sank in den letzten fünf Jahren die Zahl der Filialen um gut 29.000. In Österreich ist dieses Phänomen vergleichbar.
Grund dafür ist in erster Linie das schnell wachsende Online-Geschäft. Außerdem werden sich die Innenstädte immer ähnlicher, zumindest vom Warenangebot. Überall prägen dieselben großen Filialisten das Bild und kleinere Einzelhändler müssen unter diesem Druck aufgeben.

 

Schwierige Zeiten für Vermieter

 

Makler sehen gerade für einige Vermieter schwere Zeiten kommen. Einige werden ihre Mieter verlieren, weil diese unter Insolvenzrecht stehen werden. Andere werden versuchen, die Miete in den kommenden Monaten wegen der Corona-Krise zu kürzen oder gar auszusetzen. Überdies ist es durch den zu erwartenden Leerstand wahrscheinlich, dass Einzelhandelsketten anstreben, ihre Mieten zukünftig dauerhaft zu senken. In der Folge könnte der Immobilienwert sinken, da insgesamt geringere Einnahmen erzielt werden.

 

Modemarken fürchten um Einzelhändler

 

Internationale Ketten können in der Regel finanziell länger durchhalten. Allerdings sind die kleineren Modegeschäfte und Boutiquen stark in ihrer Existenz gefährdet. Grund dafür ist, dass auch Mode ein Verfallsdatum hat und, dass das übliche Einkaufsverfahren Reserven aufzehrt.
Modehändler müssen ihre Ware rund ein halbes Jahr im Voraus bestellen und gleich bezahlen, so die Regel. Das heißt, die Einzelhändler haben ihre Sommerkollektion bereits im Herbst 2019 eingekauft. Dabei ist durch die Schließung der Geschäfte nicht einmal die Winterware vollständig verkauft und die nächsten Lieferwagen mit Bademode und Strandkleidung stehen bereits vor der Tür. Mit derart vollen Lagern ist nach Krisenende eine Rabattschlacht zu erwarten, die allerdings nur unter den verbleibenden Händlern toben wird. Zudem ist eine Schwemme von Billigangeboten zu erwarten, denn die Ware der insolventen Händler wird für gewöhnlich weit unter Marktpreis versteigert.

 

Insolvenzen der Händler schlagen bei den Herstellern durch

 

Angesichts der erwarteten Verluste in diesem und im nächsten Jahr würden selbst Kredite nicht ausreichen, um eine beispiellose Welle von Insolvenzen abzuwenden. Einzelhändler und Hersteller werden existenziell gefährdet, wird nicht von Seiten der Politik eingegriffen. Dieser Dominoeffekt bedroht aktuell in der DACH-Region aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über 650.000 Arbeitsplätze im Einzelhandel mit Kleidung, Sportartikeln, Schuhen und Lederwaren.

 

Die Erholungsphase wird zäh

 

Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass sich der Einzelhandel nach Wiedereröffnung der Filialen nur langsam erholt. Gerechnet wird mit einem Umsatzrückgang von 50 Prozent und mehr gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür sind einerseits die vollen Lager, die zu Schleuderpreisen geleert werden müssen. Außerdem ist mit einer erheblich schwächeren Kaufkraft der Konsumenten zu rechnen, denn diese haben ihre Finanzmittel in der Krise verbraucht. Darüber hinaus wird die Zahl der Arbeitslosen deutlich gestiegen sein. Und um das Fass ganz zu füllen wird befürchtet, dass den Kunden der Coronavirus ein Lehrmeister war. Vermutlich werden sie zuerst eine finanzielle Reserve als Sicherheitspolster aufbauen wollen, bevor sie sich ins Einkaufsvergnügen stürzen. Es ist demnach mit einer deutlich merkbaren Kaufzurückhaltung zu rechnen.

 

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