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Aktuelle Österreichische Insolvenzfälle

5.150 Insolvenzen wurden 2015 in Österreich verzeichnet. Dies bedeutet einen Rückgang von 5% gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der betroffenen Dienstnehmer ist zwar dafür leicht gestiegen, allerdings ist das mit dem Konkurs der Firma “Zeitpunkt” und seinen 2.700 Mitarbeitern zu erklären. Klammert man diesen Fall aus, so ist auch die Anzahl der von Insolvenzen betroffenen Dienstnehmern 2015 um fast 9% gesunken im Vergleich zu 2014. Die gesamten Insolvenzverbindlichkeiten in Österreich lagen 2015 mit 2,4 Milliarden Euro sogar ganze 17% unter dem Wert des Vorjahres. Doch trotz dieser erfreulichen Entwicklung werden auch im neuen Jahr zahlreiche österreichische Unternehmen, sowie Privatpersonen, Pleite gehen. Allein in den letzten sieben Tagen wurden über zehn Aktuelle Insolvenzverfahren eröffnet, fünf dieser Fälle sollen im Folgenden genauer vorgestellt werden.

 

recotrol Vertriebs GmbH

Die recotrol Vertriebs GmbH in Enns handelt auf dem österreichischen Markt mit dem als “Recotrol” bekannten nachhaltigen Pflanzen-Kraftstoff, der als Alternative zum mineralischen Dieselöl gilt. Aufgrund des stark gefallenen Ölpreises im letzten Jahr, wodurch der mineralische Diesel äußerst billig geworden ist, fiel die Nachfrage nach dem Alternativstoff gewaltig. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, weshalb nun auf Eigenantrag ein Sanierungsverfahren eingeleitet wurde, von dem rund 20 Gläubiger betroffen sind.

 

Heidi’s Personalmanagement

Heidi Ginsberger ist die Besitzerin von Heidi’s Personalmanagement, einem Unternehmen für Arbeitskräfteüberlassung und Personalvermittlung. Wegen Zahlungsrückständen von über 80.000 Euro an das Finanzamt in Innsbruck wurde nun ein Konkursverfahren eingeleitet. 52 Dienstnehmer sind von diesem betroffen.

 

Elektro Margreiter Gesellschaft m.b.H.

Elektro Margreiter ist ein Familienunternehmen in dritter Generation, das sich auf Elektroinstallationen sowie den Verkauf von Elektrogeräten im Einzelhandel fokussiert. Das Unternehmen litt in den letzten Jahren unter den stark zurückgehenden Umsätzen auf dem Elektrohandel-Markt und der starken Konkurrenz im Onlinehandel. Die Schulden der Firma stiegen so auf mittlerweile knapp 2,4 Millionen Euro an, weshalb nun ein Sanierungsverfahren eröffnet wurde von dem 27 Dienstnehmer und rund 100 Gläubiger betroffen sind.

 

AHSA Fenster- und Türen-Erzeugungsgesellschaft m.b.H.

Fenster- und Türenproduzent AHSA befindet sich schon seit längerer Zeit in einer schwierigen Situation, die durch einen unerwartet starken Umsatzeinbruch im Herbst 2015 noch weiter verschärft wurde. Nun kann das Unternehmen seinen Verbindlichkeiten von rund 1,1 Millionen Euro nicht mehr nachkommen. Insgesamt 13 Dienstnehmer und 74 Gläubiger sind von dem jetzt eröffneten Konkursverfahren betroffen.

 

REVITALIS Building Technologies GmbH

REVITALIS ist ein Architekturbüro, das sich auf Facility- und Baumanagement, sowie die Entwicklung von Softwarelösungen für die Hausverwaltung spezialisiert. In den letzten Jahren sind der Firma allerdings zahlreiche Auftraggeber weggebrochen, gerade in einer Phase in der man zahlreiche Investitionen in das Software-Segment des Unternehmens getätigt hatte. Da die Schulden sich inzwischen auf ca. 630.000 Euro angehäuft haben, wurde ein Konkursverfahren eingeleitet, von dem nun 6 Dienstnehmer und insgesamt 36 Gläubiger betroffen sind.

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