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Haus in Puch bei Weiz

Die bewertungsgegenständliche Haus befindet sich im Gemeindegebiet von Puch bei Weiz in ruhiger, dezentraler Lage. Die Liegenschaft ist über die Landesstraße Nr. 363 erreichbar, von welcher man in den in Richtung Westen abzweigenden Wallnerbergweg einbiegt; diesen befährt man rund 400 m, wo sich dann zur linken Hand gelegen die bewertungsgegenständliche Liegenschaft befindet; diese wird im Westen unmittelbar vom Kleinwallnerbergweg begrenzt.
Das Grundstück Nr. 1130 mit der Baufläche .91 hat zusammen ein unverbürgtes katastrales Ausmaß von 912 m2, dieser Grundstückskomplex ist annähernd rechtecksförmig konfiguriert, grenzt im Westen unmittelbar an den Kleinwallnerbergweg an und steigt von diesem anfänglich in Richtung Osten leicht an und fällt dann ab dem Wohnhaus mäßig in östliche Richtung hin ab.

Dieser Grundstückskomplex ist mit dem Ende der 1960er-Jahre nach einem Brandschaden wiederaufgebauten Wohnhaus Elz 31, bestehend aus Kellerraum, Erdgeschoss und grundsätzlich nicht ausgebautem Dachgeschoss, bebaut, die sonstigen Flächen der Liegenschaft sind einfach gestaltete Außenanlagen, an der nördlichen Grundstücksgrenze befinden sich eine kleine Holzhütte mit Pultdach (wertlos) sowie ein kleines, massiv errichtetes Nebengebäude (ehemals Werkstatt).
In Hinblick auf den Grenzverlauf wird festgestellt, dass die Grundstücksgrenzen in der Natur geringfügig von den Katastergrenzen abweichen!
Die unmittelbar benachbarten Liegenschaften entlang des Kleinwallnerbergweges sind mit Wohnhäusern unterschiedlichen Baualters und auch Hofstellen bebaut, ansonsten dominieren südlich und östlich des Wallnerbergweges landwirtschaftliche Nutzungen (Obstbau).

Möglichkeiten zur Deckung der Erfordernisse des täglichen Bedarfes und weitergehende Infrastruktureinrichtungen sind erst in einiger Entfernung gegeben.
Die Liegenschaft ist der Lage entsprechend erschlossen (Stromversorgung über Dachständer, öffentlicher Kanal, Wasserleitung).

Von der Gemeinde Puch bei Weiz wurde der dem Langgutachten beiliegende Auszug aus dem Flächenwidmungsplan übermittelt, wonach die beiden Grundstücke als „Freiland“ ausgewiesen sind.
Der steuerliche Einheitswert wurde mangels Relevanz für die Verkehrswertermittlung nicht erhoben. Laut Mitteilung der Gemeinde Puch bei Weiz vom 26.11.2020 bestehen hinsichtlich der bewertungsgegenständlichen Liegenschaft derzeit keine offenen Abgaben oder Gebühren.
Soweit den von der Gemeinde übermittelten Unterlagen aus dem Bauakt entnommen werden kann, wurde das Wohnhaus nach einem Brandschaden aufgrund einer Baubewilligung vom 18.07.1967 errichtet, wobei das damals schon bestehende Außenmauerwerk im südlichen Gebäudeteil weiterverwendet wurde, die Endbeschau erfolgte am 05.12.1974. Dem Gebäude kann zum Bewertungsstichtag somit ein Baualter von rund 50 Jahren unterstellt werden.

 

Das länglich rechtecksförmige Gebäude besteht grundsätzlich aus einem Erdgeschoss, wobei nur der nördliche Gebäudeteil durch einen Kellerraum unterkellert ist, über diesem befindet sich dann ein nur von außen zugänglicher Abstellraum mit einer Holztramdecke und einem nicht ausgebauten Dachbodenraum, das restliche Dachgeschoss ist mit Ausnahme des südlichen Teils (ein auf einfache Weise ausgebautes Zimmer) nicht ausgebaut. Das Wohnhaus wurde augenscheinlich massiv errichtet, gemäß Einreichplan ist über dem Erdgeschoss eine Filigrandecke ausgeführt, den oberen Abschluss bildet ein Satteldach mit Eternitrhombeneindeckung.

 

Der Zugang in das Gebäude erfolgt über einen an der Ostseite angeordneten Hauseingang, dort besteht auch eine überdeckte Außenstiege, über welche man in den Kellerraum gelangt. Das Dachgeschoss ist über eine 1/4-gewendelte Holzwangenstiege erreichbar.
Insgesamt entspricht das Wohnhaus dem im Errichtungszeitpunkt üblichen Standard des ländlichen Wohnhaus- und Siedlungsbaus, wobei Modernisierungs- oder Erneuerungsmaßnahmen, welche eine Verlängerung der Restnutzungsdauer bewirken, in der Vergangenheit augenscheinlich nicht durchgeführt wurden.
Hinsichtlich der Raumeinteilung, der Nutzung und der Nutzflächen wird auf die beiliegenden Aufmaßskizzen verwiesen.
Die Beheizung des Gebäudes erfolgt offensichtlich über einen mit festen Brennstoffen betriebenen Herd in der Küche, über welchen auch die Warmwasserbereitung erfolgt, zur Raumheizung sind Radiatoren ersichtlich, wobei die Heizleitungen auf Putz geführt werden.

 

Die Belichtung der Räume erfolgt grundsätzlich über Kunststofffensterkonstruktionen mit Isolierverglasung, wobei als Sonnenschutz Fensterläden ersichtlich sind.
Der Hauseingang ist gegenüber außen mit einer Holztüre mit Glaslichte abgeschlossen, die Innentüren bestehen teilweise aus Holzfüllungstüren.
Die Böden weisen unterschiedliche Beläge auf (Fliesen, Laminat, PVC), die Wandoberflächen und Deckenuntersichten sind grundsätzlich verputzt und gemalt bzw. sind im Sanitärraum Wandverfliesungen ausgeführt, teilweise sind auch Kunststoffpaneele an der Deckenuntersicht ausgeführt.
Die Sanitärausstattung umfasst ein Stand-WC, ein Handwaschbecken und eine Badewanne, wobei die Sanitärausstattung insgesamt als einfach und veraltet zu bezeichnen ist.

 

Anhand des anlässlich der Befundaufnahme durchgeführten Aufmaßes ergibt sich für das Erdgeschoss und das Dachgeschoss eine Bruttogrundfläche von jeweils gerundet 89,00 m2, die Nutzfläche der Wohnräume im Erdgeschoss beträgt demnach 49,19 m2, jene des ausgebauten Zimmers im Dachgeschoss 12,95 m2, der Keller hat eine Nutzfläche von 13,26 m2 und der von außen zugängliche Abstellraum eine solche von 17,82 m2.
Zum Bau- und Erhaltungszustand ist festzustellen, dass das Gebäude seit der Errichtung augenscheinlich kaum modernisiert wurde und befinden sich weite Teile des Ausbaus nahe dem Ende der Nutzungsdauer, sodass ein umfangreicher Sanierungs- und Modernisierungsbedarf besteht.

 

Die Fassaden zeigen teilweise Feuchteschäden, an der Fensterlaibung im Badezimmer und in anderen Räumen zeigen sich Ansätze von Schimmelbildung, ebenso im Badezimmer an der Zwischenwand zur Küche sowie am Fenstersturz, das Fußbodenniveau ist teilweise unterhalb des anplanierten Geländes an der Westseite und sind am aufgehenden Mauerwerk Feuchteschäden ersichtlich, insgesamt ist das Gebäude abgewohnt.
Die gewöhnliche Gesamtnutzungsdauer derartiger Gebäude kann gemäß Bewertungsliteratur mit rund 65 Jahren angenommen werden, die Restnutzungsdauer wird zum Bewertungsstichtag mit rund 15 Jahren eingeschätzt.

 

Ehemalige Werkstatt: Diese hat die Außenmaße 4,04 m x 5,00 m und besteht aus einem massiv errichteten Erdgeschoss mit Betonboden und Betondecke, Elektro-Installationen sind eingeleitet und werden auf Putz geführt, den oberen Abschluss bildet ein Satteldach mit Welleterniteindeckung.
Außenanlagen: Diese umfassen eine asphaltierte Auffahrt, Wiesenflächen, diversen Baumbestand und eine Regenwasserzisterne, welche sich am Nordosteck des Wohnhauses befindet.

 

Zubehör ist nicht vorhanden.
Gemäß Information wird das Gebäude eigengenutzt, das Bestehen eines Mietverhältnisses konnte nicht erhoben werden und wird für die Bewertung sohin angenommen, dass das Gebäude bestandsfrei ist (= Risiko eines Erstehers).

 

Grundstücksgröße: 912 m²


Schätzwert: 50.100,00 EUR

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs: kein Zubehör

Vadium: 5.010,00 EUR

Geringstes Gebot: 25.050,00 EUR


Sonstige Hinweise: Es wird empfohlen, in das beim BG Weiz erliegende Langgutachten samt Beilagen Einsicht zu nehmen.
Unter dem geringsten Gebot findet ein Verkauf nicht statt.
Das Vadium beträgt: EUR 5.010,- und ist ausschließlich in Form einer Sparurkunde zum Versteigerungstermin zu erlegen. Bargeld wird nicht akzeptiert!
Das Gericht beabsichtigt, dem gegenständlichen Verfahren die gesetzlichen Versteigerungsbedingungen zu Grunde zu legen.
Sie werden auch hiezu zur allfälligen Äußerung binnen 14 Tagen aufgefordert, widrigenfalls Zustimmung zu dieser beabsichtigten Vorgangsweise angenommen wird.

Gericht:BG Weiz
Aktenzeichen:682 12 E 24/19h
wegen:Zwangsversteigerung einer Liegenschaft
Letzte Änderung:25.01.2021
Versteigerungstermin:am 23.03.2021 um 10:00 Uhr
Versteigerungsort:Bezirksgericht Weiz, Radmannsdorfgasse 22, 8160 Weiz
Telefonkontakt:03172/2261
Ort und Zeit der Einsichtnahme:Es wird empfohlen, in das Langgutachten bei Gericht, Einsicht zu nehmen, dies ist zwischen 08.00 Uhr und 11.30 Uhr möglich.

Grundbuch:68209 Elz
EZ:45
Grundstücksnr.:.91 und 1130
BLNr:1
Liegenschaftsadresse:Elz 31
PLZ/Ort:8182 Puch bei Weiz

Langgutachten (pdf) (5770 KB)

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