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Haus in Weiz

Bezeichnung der Liegenschaft: GSt Nr 204/2 im Ausmaß von 399 m², davon 147 m² Bauf.(10) und 252 m² Gärten (1) mit dem Altwohnhaus Schillerstraße 70, 8160 Weiz
Die bewertungsgegenständliche Liegenschaft befindet sich im Osten des Stadtgebietes von Weiz in sehr guter Wohnlage. Die Liegenschaft ist über die Franz-Bruckner-Gasse und die von dieser in nordwestliche Richtung abzweigende Schillerstraße erreichbar, wo sich die Bewertungsliegenschaft dann zur rechten Hand befindet.

 

Die Liegenschaften im unmittelbaren Nahbereich sind nordöstlich der Schillerstraße mit Ein- und Zweifamilienwohnhäusern unterschiedlichen Errichtungszeitpunktes bebaut, südwestlich der Schillerstraße bestehen Mehrfamilienwohnhäuser.
Das Grundstück Nr. 204/2 hat ein unverbürgtes katastrales Ausmaß von 399 m2, es ist rechtecksförmig konfiguriert und grenzt im Südwesten unmittelbar mit der Schmalseite an die Schillerstraße an, das Grundstück steigt von dort mäßig in südöstliche Richtung an. Dieses Grundstück ist mit dem Wohnhaus Schillerstraße 70, bestehend aus Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss, und einer im Nordosten angebauten Garage bebaut, die sonstigen Flächen des Grundstückes sind durchschnittlich gestaltete Außenanlagen (befestigte Einfahrt, befestigte Freifläche nordöstlich des Gebäudes, Grünflächen, Stützmauer straßenseitig, Einfriedung, etc.).
Anzumerken ist, dass die Grundstücksfläche mit 399 m2 in Ansehung der bestehenden Bebauung relativ klein ist und auch die Zufahrt von der Schillerstraße in die im nördlichen Grundstückseck errichtete Garage relativ schmal ist (Durchfahrtsbreite zwischen 2,15 m und 2,84 m).

 

Die Liegenschaft ist der Lage entsprechend erschlossen (öffentliche Wasserversorgung, öffentlicher Kanal, Stromversorgung, Anschluss an das Fernwärmenetz).
Gemäß Abfrage der Flächenwidmung im Geografischen Informationssystem des Landes Steiermark ist das Grundstück als „Reines Wohngebiet“ mit einer Bebauungsdichte von 0,2 bis 0,8 ausgewiesen.

 

Hinsichtlich der Abgaben- und Gebührenrückstände wird auf den dem Langgutachten beiliegenden Rückstandsausweis der Stadtgemeinde Weiz verwiesen!
Wohnhaus Schillerstraße 70, 8160 Weiz: Soweit dem Bauakt bei der Stadtgemeinde Weiz entnommen werden kann, wurde der südwestliche Teil des Wohnhauses, bestehend aus Teilkeller, Erdgeschoss und Obergeschoss, in der Zwischenkriegszeit errichtet, aufgrund einer Baubewilligung aus dem Jahr 1960 wurde das Gebäude in Richtung Nordosten erweitert, dieser Zubau besteht aus Kellergeschoss, Erdgeschoss und Obergeschoss, ebenso wurde die im nördlichen Grundstückseck bestehende Garage im Zuge dieser Erweiterung errichtet.

 

Mit Bescheid vom 08.01.2018 wurde die Bewilligung eines Um- und Zubaus des Wohnhauses sowie für die Errichtung einer Garage erteilt, wobei zwar mit Umbauarbeiten (Abbruch- bzw. Rückbauarbeiten im Gebäudeinneren) begonnen wurde, mit der Errichtung des Zubaus (Eingangsbereich im Erdgeschoss bzw. Garage samt Erschließungsgang auf dem Niveau des Kellergeschosses) wurde noch nicht begonnen.
Mit Bescheid vom 07.11.2018 wurde eine Änderung der bestehenden Baubewilligung (erteilt am 08.01.2018) bewilligt, wobei sich diese Bewilligung auf das Grundstück Nr. 204/2 und das südöstliche Nachbargrundstück Nr. .638 als neuer Bauplatz bezieht. Da sich das gegenständliche Zwangsversteigerungsverfahren nur auf die Liegenschaft EZ 653 mit dem Grundstück Nr. 204/2 bezieht, bleibt diese Baubewilligung gegenständlich unberücksichtigt.

 

An der südöstlichen und nordöstlichen Grundstücksgrenze besteht keine durchgehende Einfriedung, sodass der Grenzverlauf in der Natur nicht eindeutig erkennbar ist; nicht ausgeschlossen werden kann z.B. bei der im nördlichen Grundstückseck bestehenden Garage, dass damit die nordöstliche Grundstücksgrenze überragt wird.
Die Bauweise des Gebäudes entspricht im Wesentlichen dem jeweiligen Errichtungszeitpunkt, der südwestliche, ältere Gebäudeteil besteht aus Teilunterkellerung, Erdgeschoss und Obergeschoss, er ist massiv als Ziegelbau errichtet, die Fassaden sind als Putzfassaden mit Rieselwurfputz ausgeführt, den oberen Abschluss bildet ein Mansarddach mit Eterniteindeckung, als Decken sind teilweise Dippelbaumdecken ersichtlich, die Belichtung erfolgt über Kastenstockfenster mit Rollläden, teilweise sind neuere Isolierglasfenster versetzt worden, als Innentüren bestehen – soweit nicht demontiert – Holzfüllungstüren. Die geschossweise Verbindung zwischen dem Kellergeschoss und dem Erdgeschoss erfolgt über eine gewendelte Massivstiege, das Obergeschoss wird über eine 1/2-gewendelte Holzstiege erschlossen.
Der nordöstliche Gebäudeteil (Zubau) besteht aus Kellergeschoss, Erdgeschoss und Obergeschoss, dieser Gebäudeteil ist massiv errichtet, die Fassaden sind als Putzfassaden (glatt verputzt) ausgeführt, den oberen Abschluss bildet ein Satteldach, die Belichtung erfolgt grundsätzlich über Holzverbundfenster bzw. über bauartgleiche Fenstertüren.
Die Garage ist gegenüber außen mit einem Holztor (zweiflügelig) abgeschlossen, den oberen Abschluss bildet ein flach geneigtes Pultdach, am aufgehenden Mauerwerk sind Feuchteschäden erkennbar.

 

Beim Wohnhaus in Weiz wurde der Innenausbau weitgehend abgebrochen bzw. rückgebaut, es wurden die Heizkörper demontiert, Bodenbeläge und Fußbodenaufbauten größtenteils entfernt, ebenso wurden Türstöcke und Türblätter größtenteils demontiert.
Im Erdgeschoss des Zubaus ist ein Badezimmer im Bestand vorhanden (Badewanne, WC, Handwaschbecken, Boden und Wände verfliest, Deckenuntersicht abgehängt).
Die Unterkellerung ist dem Verwendungszweck entsprechend einfach ausgestattet, offensichtlich wurde der vormalige Öllagerraum abgebrochen und befindet sich das Abbruchmaterial, welches bei der Herstellung eines Durchbruches in den Öllagerraum angefallen ist, noch am Fußboden, teilweise bestehen Lehmschlagböden, weiters sind im Kellergeschoss Feuchteschäden sichtbar.

 

Zusammengefasst bestehen beim Wohnhaus erhebliche Sanierungs- und Fertigstellungserfordernisse. Der Ausbaugrad zum Bewertungsstichtag kann in Hinblick auf notwendige Fertigstellungsmaßnahmen, Sanierungsmaßnahmen und vorzunehmende Modernisierungsmaßnahmen mit etwa 65% eingeschätzt werden, wobei dieser auch vom zu schaffenden Ausstattungsstandard abhängig ist.
Hinsichtlich der Raumeinteilung und Nutzung wird auf das anlässlich der Befundaufnahme durchgeführte Aufmaß (Aufmaßskizzen siehe Beilage) verwiesen, demnach ergibt sich für das Kellergeschoss eine Nutzfläche von gerundet 62,00 m2, für das Erdgeschoss eine solche von gerundet 91,00 m2, für das Obergeschoss eine Nutzfläche von gerundet 94,00 m2 und für die bestehende Garage eine solche von gerundet 18,00 m2.
Unter Berücksichtigung des Bestandsalters kann nach Durchführung der vorzunehmenden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen von einer Restnutzungsdauer von 45 Jahren ausgegangen werden, die gewöhnliche Gesamtlebensdauer derartiger Gebäude beträgt gemäß Literatur rund 100 Jahre.
Inventar ist nicht vorhanden.

Das Bestehen eines Mietverhältnisses konnte nicht erhoben werden und wird für die Bewertung sohin angenommen, dass das Gebäude bestandsfrei ist (= Risiko eines Erstehers!).

Schätzwert der zu versteigernden Liegenschaft: € 246.000,-
Das Gericht beabsichtigt, dem gegenständlichen Verfahren die gesetzlichen Versteigerungsbedingungen zu Grunde zu legen.
Sie werden auch hiezu zur allfälligen Äußerung binnen 14 Tagen aufgefordert, widrigenfalls Zustimmung zu dieser beabsichtigten Vorgangsweise angenommen wird.
Bewertungsrelevantes Zubehör ist nicht vorhanden.Grundstücksgröße:399 m²


Schätzwert: 246.000,00 EUR

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs: kein Zubehör

Vadium: 24.600,00 EUR

Geringstes Gebot: 123.000,00 EUR


Sonstige Hinweise:Es wird empfohlen, in das beim BG Weiz erliegende Langgutachten samt Beilagen Einsicht zu nehmen!
Unter dem geringsten Gebot findet ein Verkauf nicht statt.
Das Vadium beträgt: EUR 24.600,- und ist ausschließlich in Form einer Sparurkunde zum Versteigerungstermin zu erlegen. Bargeld wird nicht akzeptiert!
Das Gericht beabsichtigt, dem gegenständlichen Verfahren die gesetzlichen Versteigerungsbedingungen zu Grunde zu legen.
An die dinglich Berechtigten, insbesondere an die Pfandgläubiger einschließlich der Gläubiger, zu deren Gunsten eine Höchstbetragshypothek eingetragen ist, sowie bezüglich der Steuern und Abgaben an die öffentlichen Organe ergehen die in der folgenden Nachricht enthaltenen Aufforderungen.
Zur Nachricht:
Die Versteigerungsbedingungen, die auf die Liegenschaft sich beziehenden Urkunden, Schätzungsprotokolle usw. können von den Kauflustigen in der umstehend bezeichneten Gerichtsabteilung während der für den Parteienverkehr bestimmten Zeit eingesehen werden. Bei dem umstehend bezeichneten Exekutionsgericht sind Ablichtungen des gesamten Schätzungsgutachtens gegen Kostenersatz erhältlich.
Eine Kurzfassung und die Langfassung des Schätzgutachtens sind aus der Ediktsdatei (Abfragemöglichkeit unter: www.edikte.justiz.gv.at oder bei Gericht) zu ersehen.
Allgemeine Aufforderung:
Rechte, die diese Versteigerung unzulässig machen würden, sind spätestens im Versteigerungstermin vor Beginn der Versteigerung bei Gericht anzumelden, widrigens sie zum Nachteil eines gutgläubigen Erstehers in Ansehung der Liegenschaft selbst nicht mehr geltend gemacht werden könnten.
Allgemeine Aufforderung an die Pfandgläubiger:
Diejenigen Gläubiger, für die auf dieser Liegenschaft pfandrechtlich sichergestellte Forderungen haften, mit Ausnahme der Simultanpfandgläubiger und der Gläubiger mit bedingten Forderungen, werden aufgefordert, vor dem Versteigerungstermin die Erklärung abzugeben, ob sie mit der Übernahme der Schuld durch den Ersteher unter gleichzeitiger Befreiung des bisherigen Schuldners einverstanden sind.
Wird keine Erklärung abgegeben, so wird die Forderung durch Barzahlung berichtigt. Der Gläubiger kann sich aber noch in der Verteilungstagsatzung mit der Übernahme der Schuld in Anrechnung auf das Meistbot durch der Ersteher und der Befreiung des früheren Schuldners einverstanden erklären.
Aufforderung an die öffentlichen Organe bezüglich der Steuern und sonstigen öffentlichen Abgaben:
Die öffentlichen Organe, die zur Vorschreibung und Eintreibung der von der Liegenschaft zu entrichtenden Steuern, Zuschläge, Gebühren und sonstigen öffentlichen Abgaben berufen sind, werden aufgefordert, in Ansehung aller dieser öffentlichen Abgaben, die auf der oben bezeichneten Liegenschaft pfandrechtlich sichergestellt sind, die Erklärung abzugeben, ob der Übernahme der Schuld durch den Ersteher unter gleichzeitiger Befreiung des bisherigen Schuldners zugestimmt wird.
Wird keine Erklärung abgegeben, wird die Forderung durch Barzahlung berichtigt. Der Gläubiger kann sich aber noch in der Tagsatzung mit der Übernahme der Schuld in Anrechnung auf das Meistbot durch den Ersteher und der Befreiung des bisherigen Schuldners einverstanden erklären.
Die bis zum Versteigerungstermin rückständigen, von der Liegenschaft zu entrichtenden Steuern, Zuschläge, Gebühren und sonstigen öffentlichen Abgaben samt Zinsen und anderen Nebengebühren, die noch nicht pfandrechtlich sichergestellt sind, müssen spätestens im Versteigerungstermin vor Beginn der Versteigerung angemeldet werden, widrigens diese Ansprüche erst nach voller Befriedigung des betreibenden Gläubigers aus der Verteilungsmasse berichtigt werden würden.
Ungültige Vereinbarungen:
Vereinbarungen, wonach jemand verspricht, bei einer Versteigerung als Mitbieter nicht zu erscheinen oder nur bis zu einem bestimmten Preis oder sonst nur nach einem gegebenen Maßstab oder gar nicht mit­zu­bieten, sind ungültig. Die für die Erfüllung dieses Versprechens zugesicherten Beträge, Ge­schen­ke oder andere Vorteile können nicht eingeklagt werden. Was dafür wirklich gezahlt oder übergeben worden ist, kann zurückgefordert werden. Der Richter kann über eine Person, die während des Verstei­gerungs­verfahrens derartige Vereinbarungen schließt oder zu schließen versucht, eine Ordnungsstrafe bis zu 10 000 Euro verhängen. Der Richter kann eine Person vom Bieten ausschließen, die vor oder während des Versteigerungstermins derartige Vereinbarungen schließt oder zu schließen versucht.

Gericht: BG Weiz
Aktenzeichen: 682 12 E 4/20v
wegen: Zwangsversteigerung einer Liegenschaft
Letzte Änderung: 10.11.2020
Versteigerungstermin: am 12.01.2021 um 10:00 Uhr
Versteigerungsort: Bezirksgericht Weiz, Radmannsdorfgasse 22, 8160 Weiz, Erdgeschoss, Saal II
Telefonkontakt: 03172/22 61 -43

Grundbuch: 68266 Weiz
EZ: 653
Grundstücksnr.: 204/2
BLNr: 7
Liegenschaftsadresse: Schillerstraße 70
PLZ/Ort: 8160 Weiz


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