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Wald und Wiesenflächen

Gegenstand der Bewertung sind die 1/1 Anteile an der EZ 207, GB 67313 Pürgg mit den Wald- und Wiesengrundstücken Nr. 44/2, 44/4, 55/1, 55/3, 61/1, 61/2 und 62 im Gesamtausmaß von 31.415 m².
Bewertungsstichtag:
Maßgebend sind die Bestands- u. Wertverhältnisse vom 24.4.2018.
Standort und Geländeverhältnisse:
Die Wiesen- und Waldflächen befinden sich im Ortsteil Wörschachwald-Zlem des Gemeindegebietes der Marktgemeinde Stainach/Pürgg in einer Höhenlage von
ca. 835-865 m. Die Wiesenflächen weisen überwiegend ebene Struktur auf, wobei gegen Süd hin das Gelände deutlich ansteigt. Im ebenen Bereich sind Dauergrasflächen vorhanden, im Bereich der Böschungen ist eine verbuschte Hutweidenstruktur erkennbar.
Die forstwirtschaftlichen Bestände im unterschiedlichen Aufwuchs und Bestockungsgrad befinden sich auf geneigten Flächen entlang des Interessentenweges „Wörschachwaldstraße“.
Aufschließung:
Die Wiesenflächen werden über den Interessentenweg „Zlemweg“ vom Norden her erschlossen. Die Waldgrundstücke Nr. 44/4 und 55/3 erreicht man über den sogenannten Wörschachwaldweg bzw. auch über die hier angrenzenden Wiesengrundstücke der gegenständlichen Liegenschaft.
Weitere interne Erschließungswege und Forststraßen sind nicht vorhanden.
Flächenwidmung:
Freiland, wobei die meist ebenen Teile der Wiesenflächen von der Sondernutzungs-ausweisung „Lagerplatz“ erfasst sind.
Baubehörde:
Das auf dem Grundstück Nr. 55/1 befindliche flugdachähnliche Lagergebäude und die auf Pfählen im Retentionsbecken befindliche Holzhütte samt Steg werden in diesem Gutachten nicht bewertet, da für deren Bestand kein baurechtlicher Konsens erhoben werden konnte.
Hinsichtlich des ebenfalls am Grundstück Nr. 55/1 errichteten Retentionsteiches wird auf die Baubescheide der Gemeinde Pürgg-Trautenfels vom 31.7. 2008 und 9.10.2014 zur Errichtung der nachbarlichen Halle auf Grundstück Nr. 68 verwiesen. Ob alle behördlichen Auflagen, auch jene einer allfälligen wasserrechtlichen Bewilligung erfüllt sind, wurde vom Sachverständigen (kurz: SV) nicht erhoben.
In diesem Gutachten wird für die Bewertungsliegenschaft der Retentionsteich samt dessen Uferbereich als rechtmäßig bestehende einfache Wasserfläche ohne konkrete Funktion berücksichtigt.
Grundbuch:
Bei dem unter der TZ 821/2009 eingetragenen Wasserbezugsrecht handelt es sich um einen Bezug von Überwasser (kein Trinkwasser) aus einer nachbarlichen Quelle in einem Weidegebiet, wobei die Erhaltung und der Betrieb der Quelle vom Berechtigten zu übernehmen ist.
Da keine genaueren Angaben über die als Überwasser dem Berechtigten zur Verfügung stehenden Wassermengen bekannt sind, kann zu diesem Recht in diesem Gutachten keine Wertaussage gemacht werden.
Der mit TZ 22146/2013 zugesicherte Zufahrtsweg auf dem nachbarlichen Grundstück Nr. 68 stellt einen Nutzungsvorteil zugunsten der Bewertungsliegenschaft dar und ist bei der Wertermittlung zu berücksichtigen.
Grundstückszuordnungen und Widmungen:
Grundstück Nr. 44/2: Freiland
Hangige Wiesenfläche
Hangneigung ca. 25-30 Grad
Grundstücke Nr. 44/4 und Nr. 55/3: Freiland
Waldflächen
Hangneigungen von ca. 30-35 Grad,
bestockter Bereich lt. GIS ca. 2300m²
Grundstück Nr. 55/1, südlicher Teil: Freiland
Bereich südlich des Retentionsbeckens:
einfach begrünte teilw. hangige Wiesenfläche,
im Osten angeschüttet und eingeebnet.
In diesem Bereich befindet sich auch der Retentionsteich mit begrüntem Uferstreifen im Ausmaß von ca. 1800 m²
Grundstück Nr. 55/1, nördlicher Teil: Freiland mit Sondernutzungsausweisung
Grundstücksbereich nördlich des Retentionsbeckens:
annähernd ebene und teilweise angeschüttete bzw. von Böschungsflächen der angrenzenden Lagerplatzanschüttung betroffene Wiesenfläche.
Hinweis:
Die auf diesem Grundstück lagernden Materialien und Gegenstände werden auf Nachfrage beim Eigentümer (Herr Johann Aster) ehest entfernt. Es werden daher in diesem Gutachten diesbezüglich keine Entsorgungskosten angesetzt.
Grundstücke Nr. 61/1, 61/2 und Nr. 62: Freiland mit Sondernutzungsausweisung
Zwei – dreischnittige annähernd ebene Wiesenflächen.
Große Teile dieser Wiesenfläche sind lt. Angabe des Verpflichteten zum Zeitpunkt der Schneeschmelze von Überschwemmungen betroffen und hat der Verpflichtete am Befundtag dem SV eine entsprechende Fotodokumentation vorgelegt. Nach dem Verdunsten des Wassers verbleiben verschlammte Wiesenflächen zurück.
Die bestehende Oberflächenwasserentsorgung mit dem Retentionsteich, die überwiegend liegenschaftsfremde Einzugsflächen hat, wäre durch Befugte auf ihre Funktion bzw. auf allenfalls vorhandene Projektvorgaben hin zu überprüfen und baulich anzupassen. Dadurch anfallende Baukosten sind zu erheben und sollten entsprechend vorhandener vertraglicher Regelungen übernommen werden.
Da vom SV dazu keine konkreten Unterlagen erhoben werden konnten und auch keine Sanierungsmaßnahmen am Bestand des derzeitigen Entwässerungssystems bekannt sind, muss mit periodischen Wasserzuführungen u.i.d.F mit Verschlammungen gerechnet werden.
Die dadurch für die Bewertungsliegenschaft eintretende Wertminderung wird in grober Anlehnung an die Vergütungsrichtlinie für die Inanspruchnahme land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke der Landwirtschaftskammer Steiermark im Gutachtensabschnitt ermittelt.
Fiktive Rechenannahmen zur Minderung:
Betroffene Flächen: Annahme aus den übergebenen Fotos:
ca. 40% von landw. Flächenanteil v. 7582 m² Gst. Nr. 62 = 3032,80 ger. 3000 m²
Entschädigung nach Vollverlust des 1. Schnittes: € 14,81/100 m²
angenommener Betrachtungszeitraum: 25 Jahre
Kapitalisierungszinssatz: 3%.
Der Gutachter setzt voraus, dass alle ihm übergebenen Unterlagen und die eingeholten Informationen, welche die Grundlage für die Erstellung des Gutachtens bilden, korrekt sind und erklärt, dass er für diese Information keine Haftung übernimmt.
Es handelt sich um unbebaute Wiesen- und Waldflächen im Ortsteil Zlem der Marktgemeinde Stainach Pürgg in 835m-865 m Seehöhe. Die Wiesenflächen werden vom Interessentenweg Zlemweg erschlossen, die Waldflächen über den sog. Wörschachwaldweg erreicht. Auf einer der Wiesenflächen befindet sich ein wassergefülltes Retentionsbecken als Teil einer unfertig hergestellten Oberflächenentwässerung. Ein Teil der Wiesenfläche besitzt die Sondernutzungsausweisung „Lagerplatz“. nähere Angaben dazu siehe Langgutachten.

Grundstücksgröße: 31.415 m²


Schätzwert: 140.000,00 EUR

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs: kein Zubehör

Vadium: 14.000,00 EUR

Geringstes Gebot: 70.000,00 EUR


Sonstige Hinweise:1. Zur Liegenschaft gehört kein Zubehör.
2. Dienstbarkeiten und andere Belastungen:
Im Grundbuch der Bewertungsliegenschaft sind keine verkehrswertrelevanten Belastungen eingetragen.
3. Bestandverhältnisse sind nicht bekannt.
4. Versteigerungsbedingungen:
Der Schätzwert der zu versteigernden Liegenschaft beläuft sich auf EUR 140.000,00; das geringste Gebot beträgt EUR 70.000,00. Das Vadium beträgt EUR 14.000,00 und kann nur in Form eines Sparbuches erlegt werden.
Unter dem geringsten Gebot findet ein Verkauf nicht statt.
Bieter haben einen gültigen Lichtbildausweis (Reisepass) mitzubringen.
Das Schätzgutachten und die im Gerichtsakt erliegenden Urkunden, die sich auf die Liegenschaften beziehen, können bei Gericht eingesehen werden. Das Schätzgutachten kann bei Gericht gegen Kostenersatz kopiert werden und ist in Kurzform in der Ediktsdatei im Internet einsehbar.
Sonstige Hinweise:
Die Parteien und beteiligte Dritte haben allen Kauflustigen die Besichtigung der Liegenschaft zu gestatten. Sollte die Besichtigung nicht gestattet werden, kann bei Gericht spätestens 14 Tage vor dem Versteigerungstermin der Antrag auf Festsetzung von Besichtigungsterminen gestellt werden. Nötigenfalls wird ein Schlosser beigezogen.
Die verpflichtete Partei hat dem Exekutionsgericht nicht mitgeteilt, dass sie auf die Steuerbefreiung gemäß § 6 Abs. 1 Z 9 lit. A UStG 1994 verzichtet.
An die dinglich Berechtigten, insbesondere an die Pfandgläubiger einschließlich der Gläubiger zu deren Gunsten eine Kredit- oder Kautionshypothek eingetragen ist, sowie bezüglich Steuern und Abgaben an die öffentlichen Organe ergehen die folgenden
Aufforderungen:
Allgemeine Aufforderung:
Rechte, die diese Versteigerung unzulässig machen würden, sind spätestens im Versteigerungstermin vor Beginn der Versteigerung bei Gericht anzumelden, widrigens sie zum Nachteil eines gutgläubigen Erstehers in Ansehung der Liegenschaft nicht mehr geltend gemacht werden könnten.
Aufforderung an Pfandgläubiger:
Gläubiger, für die auf der Liegenschaft pfandrechtlich sichergestellte Forderungen haften (mit Ausnahme der Simultanpfandgläubiger und der Gläubiger bedingter Forderungen) werden aufgefordert, vor dem Versteigerungstermin die Erklärung abzugeben, ob sie mit der Übernahme der Schuld durch den Ersteher unter gleichzeitiger Befreiung des bisherigen Schuldners einverstanden sind. Wird keine Erklärung abgegeben, so wird die Forderung durch Barzahlung berichtigt. Der Gläubiger kann sich aber noch in der Verteilungstagsatzung mit der Übernahme der Schuld durch den Ersteher in Anrechnung auf das Meistbot und der Befreiung seines früheren Schuldners einverstanden erklären.
Aufforderung an die Öffentlichen Organe
bezüglich der Steuern und sonstigen öffentlichen Abgaben:
Die öffentlichen Organe, die zur Vorschreibung und Eintreibung der von der Liegenschaft zu entrichtenden Steuern, Zuschläge und sonstigen öffentlichen Abgaben berufen sind, werden aufgefordert, in Ansehung der bereits pfandrechtlich sichergestellten Steuern, Zuschläge, Gebühren und sonstigen öffentlichen Abgaben, eine Erklärung abzugeben, ob sie mit der Übernahme der Schuld durch den Ersteher unter gleichzeitiger Befreiung des bisherigen Schuldners einverstanden sind. Wird keine Erklärung abgegeben, so wird die Forderung durch Barzahlung berichtig. Der Gläubiger kann sich aber noch in der Verteilungstagsatzung mit der Übernahme der Schuld durch den Ersteher in Anrechnung auf das Meistbot und der Befreiung seines früheren Schuldners einverstanden erklären.
Die bis zum Versteigerungstermin rückständigen, von der Liegenschaft zu entrichtenden, pfandrechtlich noch nicht sichergestellten Steuern, Zuschläge, Gebühren und sonstigen öffentlichen Abgaben samt Zinsen und anderen Nebengebühren, müssen spätestens im Versteigerungstermin vor Beginn der Versteigerung angemeldet werden, widrigenfalls diese Ansprüche ohne Rücksicht auf das ihnen sonst zustehende Vorrecht, erst nach voller Befriedigung des betreibenden Gläubigers aus der Verteilungsmasse berichtigt werden würden.
Aufforderung an Personen, die dingliche Rechte an einem Superädifikat haben:
Alle Personen, die dingliche Rechte an dem zu versteigernden Superädifikat in Anspruch nehmen, werden aufgefordert, ihre Rechte und Ansprüche innerhalb einer Frist von 3 Wochen bei Gericht anzumelden, widrigens auf dieselben im Versteigerungsverfahren nur insoweit Rücksicht genommen würde, als sie sich aus den Exekutionsakten ergeben.
Ungültige Vereinbarungen:
Vereinbarungen, wonach jemand verspricht, bei einer Versteigerung als Mitbieter nicht zu erscheinen oder nur bis zu einem bestimmten Preis oder sonst nur nach einem gegebenen Maßstab oder gar nicht mitzubieten, sind ungültig. Die für die Erfüllung dieses Versprechens zugesicherten Beträge, Geschenke oder anderen Vorteile können nicht eingeklagt werden. Was dafür wirklich gezahlt oder übergeben worden ist, kann zurückgefordert werden.

Gericht: BG Liezen
Aktenzeichen: 671 14 E 5/18w
wegen: Zwangsversteigerung einer Liegenschaft
Letzte Änderung: 16.01.2019
Versteigerungstermin: am 19.02.2019 um 10:00 Uhr
Versteigerungsort: Bezirksgericht Liezen, Saal E.14 (Erdgeschoss)
Telefonkontakt: 03612/22455

Grundbuch: 67313 Pürgg
EZ: 207
Grundstücksnr.: 44/2; 44/4; 55/1; 55/3; 61/1; 61/2;62
BLNr: 1
Liegenschaftsadresse: Ortsteil Zlem
PLZ/Ort: 8950 Stainach Pürgg


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