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Aktueller ZVI: 30

Datenbasis 22.07.21
Zeitraum: seit Februar 2021
Anzahl Immobilien im Index: 30
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Neue Versteigerung !

Auf dem Grundstück in der Rekawinkler Hauptstraße 41 ist ein Wohngebäude bestehend aus Erdgeschoss, Kellergeschoss und Dachgeschoss errichtet. An das Wohngebäude ist eine Garage angebaut.
Das Erdgeschoss ist durch einen Zugangsweg von der Rekawinkler Hauptstraße erschlossen. Bedingt durch die Hanglage befindet sich der Ausgang in den südlich an das Gebäude angrenzenden Gartenbereich im Kellergeschoss.
Das Dachgeschoss wurde zu Wohnzwecken ausgebaut. Dieser Dachgeschossausbau hat keine baubehördliche Genehmigung.
Weiters sind mehrere Schuppen, Carport-ähnliche Nebengebäude, die sich alle in einem sehr schlechten baulichen Zustand befinden, auf dem Grundstück vorhanden. Diese Nebengebäude weisen keine Bau- und Benützungsbewilligung auf.

 

 

BAULICHER ZUSTAND UND BAUTECHNISCHE MÄNGEL
Zum Befundaufnahmezeitpunkt befand sich das Gebäude in einem äußerst schlechten und überaus stark vernachlässigten und ungepflegten Zustand.
Die gesamte Innenausstattung des Wohngebäudes im Bereich von Kellergeschoss und Erdgeschoss stammt augenscheinlich größtenteils aus der Zeit der Gebäudeerrichtung, ist reparaturbedürftig oder ist größtenteils zu erneuern.
Die verwendeten Materialien sind in vielen Bereichen offenbar nicht fachgerecht verbaut. Das Wohnhaus macht einen stark heruntergekommenen Eindruck. Die Baumaterialien und die haustechnischen Anlagen sind veraltet und in dieser Form nicht adaptierbar oder renovierbar.
Ebenso ist die gesamte Haustechnik (Elektroleitungen und –anlagen, Wasserver- und Entsorgungsleitungen und Anlagen sowie Heizung und Warmwasserbereitung) offenbar veraltet und teilweise nicht funktionstüchig.
Durch die Ablagerung von alten Baumaterialien, Sperrmüll, Hausmüll, Unrat und den bei der Befundaufnahme wahrnehmbaren Gestank durch die offenbar über Jahrzehnte unterbliebene Müllentsorgung in Verbindung mit zeitweiser Tierhaltung ist eine Räumung und Renovierung des Gebäudes voraussichtlich nur unter höchst erschwerten Bedingungen möglich.

 

 

 

 

 

 

BAURECHTLICHE UND UMWELTRECHTLICHE MÄNGEL
Durch das Bauamt der Stadtgemeinde Pressbaum wurden in den vergangenen Jahren mehrmals Überprüfungsverhandlungen hinsichtlich des baubehördlichen, sanitätspolizeilichen und feuerpolizeilichen Zustands zwecks Feststellung der Bewohnbarkeit durchgeführt – unter anderem am 17.8.2018 sowie am 9.10.2020 und am 20.4.2021. Begehungen sind auch seitens der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten/Abteilung Umweltrecht erfolgt.
Das Wohnhaus ist durch Lagerung von diversen Sperr- und Hausmüll, Unrat und Altrohstoffen sowie alten Baumaterialien in einen hygienisch äußerst bedenklichen Zustand und wurden die Bewohner per Bescheid vom 28.8.2018 aufgefordert, das Wohnhaus einer Generalreinigung zu unterziehen und den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen, sodass aus hygienischer und funktioneller Sicht eine Bewohnung stattfinden kann.
Bei der Befundaufnahme am 7.5.2021 ist offensichtlich, dass die Räume im Keller- und Erdgeschoss durch große Mengen an Müll und Unrat angeräumt und teilweise schwer oder nicht zugänglich waren. Die Räume in diesen Geschossen werden augenscheinlich nicht zu Wohnzwecken genutzt sondern als Mülldeponie verwendet. Die Wohneinheit im nicht bewilligten Dachgeschossausbau ist ebenfalls zu großen Teilen stark vermüllt und ungereinigt und in einem hygienisch bedenklichen Zustand.

Der Stiegenaufgang ist nicht baugenehmigt und im aktuellen Zustand laut Angaben des für die Gemeinde tätigen Bausachverständigen nicht genehmigungsfähig, da er nicht den bautechnischen Vorschriften der OIB 4 Richtlinien bezüglich Absturzsicherungen entspricht. Weiters ist auch die erforderliche Durchgangsbreite nicht gegeben.
Die Elektroinstallationen sind mangelhaft, und es fehlt laut Angaben des für die Gemeinde tätigen Bausachverständigen ein Elektroattest für die gesamte Anlage, da die letzte vorliegende Bestätigung im Jahr 1984 ausgestellt wurde, und der Dachgeschossausbau nach diesem Zeitpunkt erfolgte. Somit ist eine neuerliche Befundung für das gesamte Wohnhaus erforderlich.

Die Hausbrunnenanlage, die der Trinkwasserversorgung dient, ist gemäß baubehördlichen Auftrag baulich zu sanieren, um den Bestimmungen der Trinkwasserverordnung zu entsprechen, und ist ein positiver Trinkwasserbefund eines befugten Unternehmens über die Brunnenanlage vorzulegen. Weiters sind wiederkehrende Untersuchungen des Trinkwassers erforderlich und der Behörde vorzulegen. Aufgrund mangelhafter Abdeckplatten des Brunnens besteht laut Bausachverständigen die Gefahr des Eintrittes von Tagwässern die zur Wasserverunreinigung führen können.
Der bestehende Gartenzaun und Gartentore sind laut baubehördlicher Anordnung (Bescheid vom 28.8.2018) so zu sanieren, dass keine Verletzungsgefahr gegeben ist. Dies ist offenbar laut Angaben des Bausachverständigen per April 2021 immer noch nicht erfolgt.
Bezüglich der illegalen Müll- und Gefahrengutlagerungen im Außenbereich der Liegenschaft, wurde anlässlich der Begehung der Liegenschaft durch die Baubehörde am 20.4.2021 festgestellt, dass nach wie vor Motorblöcke, Baustoffrestmassen und dgl. auf dem Grundstück lagern.
Für die auf der Liegenschaft vorhandenen sonstigen Bauwerke (Nebengebäude wie Lagerschuppen Flugdach, Carport) besteht laut Bescheid vom 28.8.2018 der Auftrag, für diese Baugenehmigungen einzureichen und diese bautechnisch zu sanieren, um ihre Standsicherheit herzustellen, oder diese abzubrechen. Per Bewertungsstichtag ist augenscheinlich keine Verbesserung der Standfestigkeit festzustellen und sind auch keine Rückbaumaßnahmen erkennbar gewesen. (Siehe dazu die Fotodokumentation im Anhang des Gutachtens sowie siehe weiters die Angaben des Bausachverständigen anlässlich der Begehung am 20.4.2021).

Grundstücksgröße: 2.315 m²

Schätzwert: 359.000,00 EUR

Beschreibung des mitzuversteigernden Zubehörs:

Zum Bewertungsstichtag das Wohngebäude mit Sanitäreinrichtungsgegenständen sowie einer Einbauküche mit Einbaumöbeln und Einbaugeräten ausgestattet. Siehe die diesbezügliche Fotodokumentation im Anhang des Gutachtens. Die vorhandenen Einbauten in Sanitärräumen und Küche sind wertlos und werden daher nicht gesondert als Zubehör bewertet.

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs: 0,00 EUR
Vadium: 35.900,00 EUR
Geringstes Gebot: 179.500,00 EUR

Sonstige Hinweise:

Dieses Gutachten basiert auf den erhaltenen Unterlagen, erteilten Informationen und den getroffenen Annahmen.

Der vorstehende Verkehrswert wurde unter der Voraussetzung ermittelt, dass mir alle für die Bewertung maßgeblichen Umstände wahrheitsgemäß offen gelegt wurden. Sollten nachträglich Umstände bekannt werden, von denen ich im Rahmen der gegenständlichen Gutachtertätigkeit keine Kenntnis erlangt habe, behalte ich mir vor, das gegenständliche Gutachten zu widerrufen bzw. abzuändern.
Das vorliegende Verkehrswertgutachten ist nicht für steuerliche Zwecke zu verwenden, sondern ist nur für den gegenständlichen Auftrag vorgesehen. Ich empfehle jedem potenziellem Erwerber, über die steuerlichen Aspekte eines Immobilienerwerbes fachlichen Rat einzuholen, da die diesbezüglichen Auswirkungen von der individuellen Steuersituation des Erwerbers abhängen. Weiters wird jedem Interessenten geraten, vor einem eventuellen Erwerb von der allenfalls durch das Gericht gebotenen Möglichkeit Gebrauch zu machen, das Objekt selbst zu besichtigen, um sich ein eigenes Bild von der Immobilie zu machen.
Im Zusammenhang mit der elektronischen Gutachtensform verweise ich darauf, dass bei
allfälligen Abweichungen von der schriftlichen und gebundenen Ausfertigung des Gutachtens ausschließlich letztere in seiner Gesamtheit Gültigkeit hat.
Dem Sachverständigengutachten vom 25.05.2021 zufolge beruht dieser Schätzwert auf der Annahme der Bestandsfreiheit, der Kontaminationsfreiheit sowie der Annahme der Lastenfreiheit (mit Ausnahme von C-LNR 1a, welches aber als nicht wertmindernd festgestellt wurde).
Der bestehende Rückstand an Grundstücksabgaben iHv EUR 8.327,47 per Mai 2021 ist im Schätzwert nicht berücksichtigt. Der Schätzwert versteht sich also fiktiv geldlastenfrei.
Das mitzuversteigernde Zubehör (Sanitäreinrichtung und Küche) wurde mit EUR 0,- bewertet.

Auf dem Grundstück ist ein Wohngebäude bestehend aus Erdgeschoss, Kellergeschoss und Dachgeschoss errichtet. An das Wohngebäude ist eine Garage angebaut. Das Erdgeschoss ist durch einen Zugangsweg von der Rekawinkler Hauptstraße erschlossen. Das Dachgeschoss wurde zu Wohnzwecken ausgebaut. Dieser Dachgeschossausbau hat keine baubehördliche Genehmigung. Weiters sind mehrere Schuppen und Carport-ähnliche Nebengebäude, die sich alle in einem sehr schlechten baulichen Zustand befinden, auf dem Grundstück vorhanden. Diese Nebengebäude weisen keine Bau- und Benützungsbewilligung auf.
Zum Zeitpunkt der Befundaufnahme befand sich das Gebäude in einem äußert schlechten und stark vernachlässigten sowie ungepflegten Zustand. Die gesamte Haustechnik ist offenbar veraltet und teilweise nicht funktionstüchtig. Eine Räumung und Renovierung des Gebäudes ist voraussichtlich nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Auch wenn das Gebäude die technische Abbruchreife nicht erreicht hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass potentielle Interessenten das Gebäude als wirtschaftlich abbruchreif einstufen werden.
Gemäß der Befundaufnahme durch die Sachverständige sind – soweit durch bloßen Augenschein feststellbar – keine Grenzüberbauten gegeben.
Der bekannt gegebene Schätzwert enthält keine Umsatzsteuer.
Auf das Langgutachten wird ausdrücklich verwiesen.
Liegenschaftskäufe sind grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Die verpflichtete Partei hat nicht bekanntgegeben, ob sie auf die Steuerbefreiung gemäß § 6 Abs 1 Z 9 lit a UStG 1994 verzichtet.


Foto(s):

Foto (320 KB)

Dienststelle:

BG Purkersdorf (019)

Aktenzeichen:

5 E 5/21s

wegen:

Zwangsversteigerung eines Liegenschaftsanteils

Bekannt gemacht am:

16.11.2021

Versteigerungstermin:

am 20.12.2021 um 09:00 Uhr

Versteigerungsort:

Bezirksgericht Purkersdorf, 1. Stock, VS

Besichtigungszeit:

17.12.2021, 16:00 – 17:00 Uhr
an Ort und Stelle

Sonstiges:

Unter dem geringsten Gebot findet ein Verkauf nicht statt.
Das Vadium beträgt EUR 35.900,– und kann nur in Form von Sparurkunden (Sparbüchern) erlegt werden. Bargeld, Scheck oder ähnliches sind nicht zulässig.
Ein amtlicher Lichtbildausweis und ein Staatsbürgerschaftsnachweis, gegebenenfalls ein Firmenbuchauszug bzw. eine beglaubigte Spezialvollmacht sind mitzubringen.
Bitte beachten Sie auch den oben in der Mitte anzuklickenden Anhang zum Edikt sowie die unten angeführten „sonstigen Hinweise“.


Grundbuch:

01907 Rekawinkel

EZ:

396

BLNr:

2, 3, 5 und 6

Liegenschaftsadresse:

Rek. Hauptstraße 41

PLZ/Ort:

3031 Rekawinkel


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