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Völkermarkt Mittertrixen

Grundstück 6/6 (1.031 m²) KG 76314 Kaltenbrunn mit Wohnhaus Bergstein 14, Mittertrixen, und Außenanlagen.
(Beschreibung des SV:
Das in den Jahren 2006 und 2007 errichtete Wohnhaus befindet sich etwa 5 km nordwestlich der Bezirksstadt Völkermarkt in ebener Lage und im ländlichen Umfeld. Die Zufahrt erfolgt über eine private geschotterte Straße für die es für die Bewertungsliegenschaft ein eingetragenes Recht des Gehens und Fahrens gibt. Die Erhaltung dieser Straße ist den Benützern anteilsmäßig auferlegt. Eine schriftliche Vereinbarung hierüber konnte nicht vorgelegt werden.
Der Keller des Wohnhauses wurde massiv errichtet, das Erd- und das Obergeschoss sind in Riegelbauweise durch die Firma Wolf errichtet. Die Heizung erfolgt über eine Pellets Zentralheizung der Firma KWB. Im Wohnbereich ist eine Bodenheizung installiert. Beim Innenausbau sind Fertigstellungsarbeiten noch ausständig. So fehlen im gesamten Gebäude die Sockelleiste, im Bad fehlt teilweise die Wandverfliesung, die Kellerräume sind überwiegend nicht verputzt.
Das Grundstück ist eingefriedet, beim geplanten Einfahrtstor ist die Einfriedung offen.)

Grundstücksgröße:
1.031 m²

Objektgröße:
130,00 m²


Schätzwert:

174.000,00 EUR

Beschreibung des mitzuversteigernden Zubehörs:
Heizungsanlage mit Heizkessel
(Pelletsheizkessel der Zentralheizung)

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs:

8.000,00 EUR

Vadium:

17.400,00 EUR

Geringstes Gebot:

87.000,00 EUR


Sonstige Hinweise:
Der Schätzwert versteht sich inklusive Zubehör.
Der im Gutachten des SV noch erwähnte Einzelofen ist nicht Zubehör der Liegenschaft (es ist nämlich hervorgekommen, dass dieser im Eigentum anderer Person steht).
Die Objektgröße bezieht sich auf die Wohnfläche im Erd- und Obergeschoss.
Es gelten die gesetzlichen Versteigerungsbedingungen.
Ohne Anrechnung auf das Meistbot sind zu übernehmen: —
Unter dem geringsten Gebot findet ein Verkauf nicht statt.
Als Vadium ist nur ein inländisches Sparbuch geeignet.
Ein Verzicht auf die Steuerbefreiung gemäß § 6 Abs 1 Z 9 lit a. UStG liegt nicht vor (das bedeutet, dass keine Umsatzsteuer anfällt).
Sonstige Wichtige Hinweise:
Nutzung der Liegenschaft:
Der Verpflichtete selbst wohnt nach der Aktenlage nicht auf der Liegenschaft.
Auf der Liegenschaft/im Haus wohnen nach der Aktenlage die geschiedene Gattin und deren Tochter und Lebensgefährte.
Im Zuge des Versteigerungsverfahrens wurde von der geschiedenen Gattin der bezughabende Scheidungsvergleich vom 02.12.2011 vorgelegt, ebenso auch eine Vereinbarung 14.4.2013 zwischen dem Verpflichteten und der geschiedenen Gattin.
Davon liegen Kopien im Akt ein.
Die bezughabend relevante Passagen im Scheidungsvergleich vom 02.12.2011 sind im Beschluss über das Versteigerungsedikt vom 29.5.2015 ON 50 enthalten, dieser Beschluss kann beim Bezirksgericht Völkermarkt eingesehen werden bzw ein Ausdruck besorgt werden (von der Veröffentlichung des Scheidungsvergleichs hier im Internet wurde abgesehen); und die bezughabend relevanten Passagen der Vereinbarung vom 14.4.2013 sind im Beschluss über das Versteigerungsedikt vom 29.5.2015 ON 50 enthalten, dieser Beschluss kann beim Bezirksgericht Völkermarkt eingesehen werden bzw ein Ausdruck besorgt werden (von der Veröffentlichung des Scheidungsvergleichs hier im Internet wurde abgesehen).
Im Wesentlichen geht es darum, dass zunächst im Scheidungsvergleich vom 02.12.2011 geregelt wurde, dass die geschiedene Gattin bis 31.7.2013 im Wohnhaus wohnen bleiben kann und aber der Verpflichtete eine Ausgleichszahlung von € 20.000,– zu bezahlen hat, und hernach in der Vereinbarung vom 14.4.2013 geregelt wurde, dass bis zum Erhalt der gesamten Ausgleichszahlung von € 20.000,– die geschiedene Gattin nicht verpflichtet ist, aus dem Wohnhaus auszuziehen.
Dazu wird vom Gericht bemerkt:
Die grundbücherliche Eintragung eines Rechts der geschiedenen Gattin ist nicht gegeben.
Die im Grundbuch eingetragenen Pfandrechte der Bausparkasse Wüstenrot AG und der Raiffeisenbank St.Andrä-Wolfsberg und des Landes Kärnten sind allesamt älter als die Scheidungsvereinbarung und die vorgelegte Zusatzvereinbarung.
Auf eine solche Situation kann im Zwangsversteigerungsverfahren nur hingewiesen werden.
Die damit verbundenen Rechtsfragen können im Zwangsversteigerungsverfahren nicht mit bindender Wirkung geregelt werden.
Insbesondere die rechtliche Position eines Erstehers der Liegenschaft betreffend diese Regelung zwischen dem Verpflichteten und geschiedenen Gattin bzw der Ausgang eines allfälligen Rechtsstreits dazu kann im Zwangsversteigerungsverfahren nicht mit bindender Wirkung geklärt werden / vorausgesagt werden.
Bemerkt wird, dass ein grundbücherliches Recht der geschiedenen Gattin nicht eingetragen ist und zeitliche Nachrangigkeit gegenüber Pfandrechten gegeben ist.
Die bezughabende rechtliche Situation muss also als unklar bezeichnet werden.
Hingewiesen wird darauf, dass der Umstand dieser rechtlichen Unklarheit unter anderem auch beim Wertabschlag bei Ermittlung des Schätzwertes durch den SV berücksichtigt ist.
Betreffend die Tochter der geschiedenen Gattin und deren Lebensgefährten ist zu bemerken, dass bei diesen keinerlei eigenes Recht, auf der Liegenschaft zu wohnen, ersichtlich ist.
Versicherung:
Der Sachverständige führte aus, dass lt. Mitteilung der Frau M. P. das Wohnhaus bei der Wüstenrot Versicherung gegen Elementarschäden versichert ist. Der Sachverständige führte weiters aus, dass die Versicherung Auskünfte über die Frage Versicherungsdeckung verweigert.
Zufahrt:
Zwecks Zufahrt zum Gstk ist gegeben die im Grundbuch zu A2-LNr2a eingetragene Dienstbarkeit des Gehens u. Fahrens über das Gstk. 6/3 (Eigentümer G. M. P.). Die bezughabende Passage im bezughabenden Vertrag lautet:
„Herr G. M. P. als außerbücherlicher Eigentümer des in der Vermessungsurkunde ausgewiesenen Grundstückes 6/3 Katastralgemeinde 76314 Kaltenbrunn räumt hiermit den nunmehrigen Eigentümern der in der Vermessungsurkunde ausgewiesenen Grundstücke 6/4, 6/5, 6/6 und 6/7 mit Wirkung für allseitigen Rechtsnachfolger für immerwährende Zeiten und ohne weiteres Entgelt als Dienstbarkeit das Recht des Gehens und Fahrens mit Fahrzeugen aller Art auf diesen Grundstücken ein.
…..
Die mit der Errichtung dieses Servitutsweges verbundenen Kosten werden von den Parteien anteilig getragen. Hierüber wird außerhalb des Vertrages eine genauere Regelung getroffen.
Die Kosten der Erhaltung bzw Instandhaltung dieses Servitutsweges obliegen den jeweiligen Wegbenützern anteilig. Dieses Dienstbarkeitsrecht kann von all jenen Personen im vertraglich vereinbarten Umfang ausgeübt werden, denen der jeweilige Eigentümer des herrschenden Gutes den Zugang und die Zufahrt zum jeweils herrschenden Gut gestattet.
Dadurch soll gewährleistet sein, dass das herrschende Gut jederzeit auch von Lieferanten, Gästen, Personal, Handwerkern, Einsatzfahrzeugen und Fahrzeugen von Entsorgungsunternehmen etc erreicht werden kann. …..“
Vom Grundstück 6/3 aus erreicht man das öffentliche Straßennetz.
Zahlungsrückstände:
Der SV hatte (Stand Herbst 2014) erhoben, dass bei der Stadtgemeinde Außenstände für Wasser-, Kanal- und Abfallentsorgung von € 535,91 ausgewiesen sind. Das Gericht sieht darin keine Auswirkung auf den Schätzwert.
Energieausweis:
Ein Energieausweis liegt offensichtlich nicht vor.
Ein Energieausweis ist aber bei einer Zwangsversteigerung auch nicht erforderlich.
Allgemeiner Hinweis:
Bei einer Zwangsversteigerung ist ein Pfandrecht auf der Liegenschaft für einen Ersteher grundsätzlich ohne Belang. Soweit die Pfandschuld durch das Meistbot gedeckt ist, wird es bezahlt; wenn das Meistbot für die Pfandschuld nicht ausreicht, fällt das Pfandrecht trotzdem raus, den Ersteher betrifft die restliche Schuld nicht. Es kann sich aber der Ersteher mit dem Pfandgläubiger auch auf eine Übernahme der Schuld in Anrechnung auf das Meistbot einigen.

Gericht:
BG Völkermarkt

Aktenzeichen:
761 3 E 388/13w

wegen:
Zwangsversteigerung einer Liegenschaft

Letzte Änderung:
29.05.2015

Versteigerungstermin:
am 29.7.2015 um 08:30 Uhr

Versteigerungsort:
Saal 12, 1. Stock, Bezirksgericht Völkermarkt

Telefonkontakt:
04232 2239 DW 32 bzw 24

Besichtigungszeit:
Nach der Exekutionsordnung haben die verpflichtete Partei und auch Dritte Interessenten die Besichtigung der Liegenschaft zu gestatten. Ein gerichtlicher Besichtigungstermin mit Gerichtsvollzieher findet nur über Antrag statt.

Ort und Zeit der Einsichtnahme:
Die sich auf die Liegenschaft beziehenden Urkunden, Schätzungsprotokolle usw. können beim Bezirksgericht Völkermarkt während der Amtsstunden (grundsätzlich während der Parteienverkehrszeiten vormittags) eingesehen werden. Ablichtungen des gesamten Schätzungsgutachtens sind gegen Kostenersatz erhältlich. Das Langgutachten (ohne Anhänge) und das Kurzgutachten finden Sie aber ohnehin hier in diesem Internet-Edikt.

Sonstiges:
Siehe am Ende bei Sonstige Hinweise


Grundbuch:
76314 Kaltenbrunn

EZ:
182

Grundstücksnr.:
6/6

BLNr:
1

Liegenschaftsadresse:
Bergstein 14

PLZ/Ort:
9102 Mittertrixen



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