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Insolvenzen im Februar

Die Zahl an Insolvenzen bleibt auch im Februar auf hohem Niveau. Eine saisonbedingt schwache Auftragslage im Bauwesen sowie die angespannte Lage im Handel haben auch im zweiten Monat des Jahres zahlreiche Unternehmen in die Pleite schlittern lassen. Für das landesweit größte Aufsehen sorgt die gescheiterte Sanierung der oberösterreichischen Landmaschinenfirma Biso Schrattenecker, zuletzt firmiert unter FS Agrartech.

 

FS Agrartech

 

Das Unternehmen aus Ort im Innkreis durchlief bereits vor zwei Jahren ein Sanierungsverfahren. Dieses mündete in einem von Gläubigerseite akzeptierten Sanierungsplan mit einer Rückzahlungsquote von 20 %. Der Betrieb wurde fortgeführt. Biso Schrattenecker konnte die erste Hälfte der Quote erfüllen und blieb zunächst im Zeitplan. In Kooperation mit einem deutschen Großpartner aus der Agrarbranche sollte auch die Rückzahlung der noch ausstehenden Rate gestemmt werden. Knapp vor dem Termin zur Vertragsunterzeichnung sprang das deutsche Unternehmen jedoch ab. Ein Insolvenzantrag war damit unausweichlich. Die Passiva belaufen sich auf über EUR 68 Mio., 490 Gläubiger und 22 Dienstnehmer sind betroffen.

 

Baumeister Stockinger

 

Eine Fehlkalkulation anlässlich eines Bauvorhabens sowie Kostenaufwendungen in einem zurückliegenden Rechtsstreit werden als Ursachen für die nunmehrige Zahlungsunfähigkeit der Baumeister Stockinger GmbH aus Gaflenz, Bezirk Steyr Land, angegeben. Die im Hochbau und Großhandel mit Baustoffen tätige Firma konnte ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Nun wurde das Konkursverfahren eröffnet. Dieser Konkurs betrifft für den vergangenen Monat österreichweit die meisten Mitarbeiter. Saisonbedingt waren zum Schluss zwar nur noch 14 Dienstnehmer beschäftigt, bei normaler Auslastung, wie sie vor der Winterpause gegeben war, zählte das Unternehmen jedoch 52 Mitarbeiter. Die Ausstände belaufen sich auf EUR 1,4 Mio., demgegenüber stehen etwa 70 Gläubiger.

 

Woods On Top

 

Auf Insolvenzantrag eines Gläubigers wurde das Konkursverfahren über die Woods On Top GmbH in Liqu. eröffnet. Zuvor war es noch mangels Deckung der Anlaufkosten zur Rückweisung eines von Firmenseite eingereichten Insolvenzverfahrens gekommen. Die Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Innsbruck war noch vor kurzem mit der Eröffnung des noblen Berghotels Sir Henry bei Seefeld in den Schlagzeilen. Nun werden die Verbindlichkeiten auf EUR 6 Mio. geschätzt. Das bedeutet für Februar – abgesehen von der Großinsolvenz FS Agrartech – den Negativrekord im Passiva-Ranking.

 

WSB Bau

 

Noch während der Laufzeit ihres Sanierungsplanes wurde erneut ein Konkursverfahren über die WSB Bau GmbH eröffnet. Damit sind die von Gläubigern im vorvergangenen Jahr angenommenen Sanierungmaßnahmen hinfällig. Das Unternehmen mit Sitz im südsteirischen Lang bei Lebring beschäftigte nach bereits erfolgter Reduzierung der Belegschaft zuletzt nur noch 6 Mitarbeiter. Aus Gründen fehlender Liquidität folgte der Antrag auf Schließung des Unternehmens. Trotz Versuchen, alle vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen – so wurde etwa das eigene Inventar veräußert, um laufenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können – musste von Firmenseite die Eröffnung des neuerlichen Konkursverfahrens beantragt wurde. Von 180 Gläubigern wird ausgegangen, dem Höchstwert im Monat Februar – auch hier nur übertroffen von der FS Agrartech-Großpleite.

 

ct03/17

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