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Geschäftslokal Wien Favoriten

Mehrgeschossiges Wohnhaus ursprünglich aus 1905.
Das Geschäftslokal ist straßenseitig im Erdgeschoss gelegen und besteht laut Bauplan aus 1905 aus einem Gassenladen, einem Zimmer und einer Küche.
Bei der Befundaufnahme wurden vom SV folgende Abweichungen des tatsächlichen Bestandes vom bewilligten Einreichplan festgestellt:
o Der ehemalige Straßenzugang zum Geschäftslokal wurde durch ein Fenster ersetzt.
o Im hinteren Bereich des Kabinetts (ehemals Gassenladen) wurde eine Trennwand errichtet und so ein vom Zimmer aus begehbares Duschbad mit WC eingebaut.
o Zwischen Kabinett (Gassenladen) und Zimmer wurde im straßenseitigen Bereich eine Türe eingebaut.
Für diese Umbauarbeiten, insbesondere für den Einbau eines Duschbades mit WC gab es am Bewertungsstichtag im Bauakt weder ein Ansuchen um entsprechende Bewilligung noch einen Einreichplan.
Das Geschäftslokal 1 wurde zum Bewertungsstichtag augenscheinlich als Wohnung genutzt. Dabei handelt es sich um eine widmungswidrige Nutzung.
Die Beheizung des Geschäftslokales (als Wohnung adaptiert / genutzt) erfolgt mittels eines Einzelofens für feste Brennstoffe im Zimmer. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt durch einen Elektroboiler in der Küche.
Das Geschäftslokal 1 befand sich am Bewertungsstichtag in einem teilweise sanierungsbedürftigen Zustand. Auf Mauerfeuchtigkeit und Putzabblätterungen in den straßenseitigen Fensterbereichen wird hingewiesen.
Die monatlichen Vorschreibungen laut Auskunft der Hausverwaltung inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer beträgt € 116,94.
Weitere Details siehe Langgutachten.

Grundstücksgröße:
333 m²

Objektgröße:
34,83 m²


Schätzwert:

35.000,00 EUR

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs:

kein Zubehör

Vadium:

3.500,00 EUR

Geringstes Gebot:

28.000,00 EUR


Gericht:
BG Favoriten

Aktenzeichen:
011 13 E 89/13t

wegen:
Zwangsversteigerung eines Liegenschaftsanteils

Letzte Änderung:
08.05.2015

Versteigerungstermin:
am 12.6.2015 um 09:00 Uhr

Versteigerungsort:
Bezirksgericht Favoriten, 1.Stock, Saal III

Telefonkontakt:
01/60148 DW 1220

Ort und Zeit der Einsichtnahme:
Mo. bis. Fr. 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr
2.Stock, Zimmer 226
mit einem gültigen Lichtbildausweis

 

 

Sonstiges:
Ohne Anrechnung aus dem Meistbot sind zu übernehmen:
1. die sich aus dem Wohnungseigentum ergebenden Beschränkungen (§ 11 Abs 3 WEG),
2. die in der Verteilungsmasse nicht Deckung findenden Forderungen der Wohnungseigentümergemeinschaft oder eines Miteigentümers soweit diese dem gesetzlichen Vorzugspfandrecht unterliegen (§ 27 Abs 3 WEG),
3. die in der Verteilungsmasse nicht Deckung findenden Forderungen eines Mieters soweit diese dem gesetzlichen Vorzugspfandrecht unterliegen (§ 42a MRG),
4. die Zusage der Einräumung des Wohnungseigentumsrechtes gemäß § 24a WEG an W 9 für P. J. Mann geb 1950 (TZ 2338/1992 3633/1993 2140/1994 2373/1997 2456/1997); BLNr 31c
5. die Zusage der Einräumung des Wohnungseigentumsrechtes gemäß § 24a WEG an W 10 P. E., geb 1973 (TZ 2338/1992 3633/1993 2140/1994 2373/1997); BLNr 31m
Unter dem geringsten Gebot findet ein Verkauf nicht statt.
Das Vadium beträgt EUR 3.500,–. Als Vadium kommen nur Sparurkunden in Betracht.
Hingewiesen wird darauf, dass mit einer Forderungsanmeldung auch eine Bankverbindung samt Kontonummer für allfällige Zuweisungen aus dem Meistbot bekannt zu geben ist.
Bei dieser Versteigerung wird gemäß § 146 Abs 1 EO idF EO-Nov 2000 insofern von den gesetzlichen Versteigerungsbedingungen abgewichen, als das geringste Gebot mit EUR 28.000,– festgesetzt wurde.
Die verpflichtete Partei hat nicht mitgeteilt, dass sie auf die Steuerbefreiung gemäß § 6 Abs. 1 Z 9 lit. a UStG 1994 verzichtet.
Zum Bieten werden gemäß dem Wiener Ausländergrunderwerbsgesetz 1998, LGBl. 11/1998 idF 39/2003, nur Personen zugelassen, die insbesondere durch einen Staatsbürgerschaftsnachweis, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften mit dem satzungsgemäßen Sitz im Inland durch eine Erklärung im Sinne des § 5 Abs 3 dieses Gesetzes, nachweisen, dass sie nicht Ausländer nach § 2 dieses Gesetzes bzw. mit Inländern gleichgestellt sind oder die im § 1 Abs 2 dieses Gesetzes erwähnte Genehmigung oder Negativbestätigung vorlegen.
An die dinglich Berechtigten, insbesondere an die Pfandgläubiger einschließlich der Gläubiger, zu deren Gunsten eine Höchstbetragshypothek eingetragen ist, sowie bezüglich der Steuern und Abgaben an die öffentlichen Organe ergehen die in der folgenden Nachricht enthaltenen Aufforderungen.
BEGRÜNDUNG:
Die Übernahme der Zusagen der Einräumung des Wohnungseigentumsrechtes gründet auf § 43 Abs 4 WEG 2002, welcher auf Grund der Übergangsbestimmung des § 58 Abs 8 WEG 2002 anzuwenden ist. Die dort festgelegte Anwendung des § 150 EO bedeutet, dass die den Verpflichteten auf Grund der Anmerkung der Einräumung von Wohnungseigentum treffenden Pflichten vom Ersteher ohne Anrechnung auf das Meistbot zu übernehmen sind. Er tritt also in diese Pflichten im Sinne einer privativen Schuldübernahme ein, wenn der Anmerkung der Vorrang vor dem Befriedigungsrecht eines betreibenden Gläubigers oder einem eingetragenem Pfandrecht zukommt. (Angst in Angst, EO2 § 133 Rz 27b)
Im konkreten Fall ist aus dem Grundbuch die Eintragung eines Pfandrechts (CLNr 36) zu TZ 4079/1997 1203/1999 sowie die Anmerkung der Einleitung des Versteigerungsverfahren für die betreibende Partei zur TZ 4129/2013 ersichtlich. Den Anmerkungen der Einräumung von Wohnungseigentumsrecht zu den TZ 2338/1992 3633/1993 2140/1994 2373/1997 2456/1997 kommt somit der Vorrang vor dem Befriedigungsrecht des betreibenden Gläubigers sowie dem eingetragenen Pfandrecht vor. Die genannten Anmerkungen sind daher vom Ersteher ohne Anrechnung auf das Meistbot zu übernehmen.
Zur Nachricht
Die auf die Liegenschaften sich beziehenden Urkunden, Schätzungsprotokolle usw. können von den Kauflustigen in der umstehend bezeichneten Gerichtsabteilung während der für den Parteienverkehr bestimmten Zeit eingesehen werden.
Bei dem vorstehend bezeichneten Exekutionsgericht sind Ablichtungen des gesamten Schätzungsgutachtens gegen Kostenersatz erhältlich. Das Gutachten und eine Kurzfassung sind in der Ediktsdatei zu ersehen.
Allgemeine Aufforderung
Rechte, die diese Versteigerung unzulässig machen würden, sind spätestens im Versteigerungstermin vor Beginn der Versteigerung bei Gericht anzumelden, widrigens sie zum Nachteil eines gutgläubigen Erstehers in Ansehung der Liegenschaft selbst nicht mehr geltend gemacht werden könnten.
Allgemeine Aufforderung an die Pfandgläubiger
Diejenigen Gläubiger, für die auf dieser Liegenschaft pfandrechtlich sichergestellte Forderungen haften, mit Ausnahme der Gläubiger mit bedingten Forderungen, werden aufgefordert, vor dem Versteigerungstermin die Erklärung abzugeben, ob sie mit der Übernahme der Schuld durch den Ersteher unter gleichzeitiger Befreiung des bisherigen Schuldners einverstanden sind.
Wird keine Erklärung abgegeben, so wird die Forderung durch Barzahlung berichtigt. Der Gläubiger kann sich aber noch in der Verteilungstagsatzung mit der Übernahme der Schuld in Anrechnung auf das Meistbot durch den Ersteher und der Befreiung des früheren Schuldners einverstanden erklären.
Aufforderung an die öffentlichen Organe bezüglich der Steuern und sonstigen öffentlichen Abgaben
Die öffentlichen Organe, die zur Vorschreibung und Eintreibung der von der Liegenschaft zu entrichtenden Steuern, Zuschläge, Gebühren und sonstigen öffentlichen Abgaben berufen sind, werden aufgefordert, in Ansehung aller dieser öffentlichen Abgaben, die auf der oben bezeichneten Liegenschaft pfandrechtlich sichergestellt sind, die Erklärung abzugeben, ob der Übernahme der Schuld durch den Ersteher unter gleichzeitiger Befreiung des bisherigen Schuldners zugestimmt wird.
Wird keine Erklärung abgegeben, wird die Forderung durch Barzahlung berichtigt. Der Gläubiger kann sich aber noch in der Tagsatzung mit der Übernahme der Schuld in Anrechnung auf das Meistbot durch den Ersteher und der Befreiung des bisherigen Schuldners einverstanden erklären.
Die bis zum Versteigerungstermin rückständigen, von der Liegenschaft zu entrichtenden Steuern, Zuschläge, Gebühren und sonstigen öffentlichen Abgaben samt Zinsen und anderen Nebengebühren, die noch nicht pfandrechtlich sichergestellt sind, müssen spätestens im Versteigerungstermin vor Beginn der Versteigerung angemeldet werden, widrigens diese Ansprüche erst nach voller Befriedigung des betreibenden Gläubigers aus der Verteilungsmasse berichtigt werden würden.
Aufforderung bei Superädifikaten
Alle Personen, die dingliche Rechte an dem zu versteigernden Superädifikat in Anspruch nehmen, werden aufgefordert, ihre Rechte und Ansprüche binnen 14 Tagen bei Gericht anzumelden, widrigens auf dieselben im Versteigerungsverfahren nur insoweit Rücksicht genommen würde, als sie sich aus den Exekutionsakten ergeben.
Ungültige Vereinbarungen
Vereinbarungen, wonach jemand verspricht, bei einer Versteigerung als Mitbieter nicht zu erscheinen oder nur bis zu einem bestimmten Preis oder sonst nur nach einem gegebenen Maßstab oder gar nicht mitzubieten, sind ungültig. Die für die Erfüllung dieses Versprechens zugesicherten Beträge, Geschenke oder anderen Vorteile können nicht eingeklagt werden. Was dafür wirklich gezahlt oder übergeben worden ist, kann zurückgefordert werden.


Grundbuch:
01101 Favoriten

EZ:
1197

Grundstücksnr.:
2696

BLNr:
31

Liegenschaftsadresse:
Buchengasse 132

PLZ/Ort:
1100 Wien


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