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Benützungsbewilligungen

Es ist nicht mit Sicherheit festzustellen, zu welchem Zeitpunkt das Wohnhaus bzw. Teile davon tatsächlich errichtet wurden; Benützungsbewilligungen liegen nicht vor. Somit besteht zum Bewertungsstichtag ein unklarer Baukonsens.
Der Baubeschreibung im Bauakt nach ist das Gebäude massiv als Ziegelbau errichtet. Die auf dem Niveau des Untergeschosses angebaute Doppelgarage ist mit einem Flachdach abgeschlossen, wobei dieses keinen fertigen Fußbodenaufbau aufweist und auch die Abdichtung nicht ordnungsgemäß ausgeführt erscheint. Weiters ist anzumerken, dass eine Brüstung oder ein Geländer als Absturzsicherung nicht ausgeführt ist, sodass eine Nutzung als Terrasse gemäß den Bestimmungen des Steiermärkischen Baugesetzes unzulässig und Gefahr im Verzug besteht!
Die Garagen sind über Stahlblechkipptore abgeschlossen, wobei das Tor der kleineren Garage defekt sein soll und sich nicht öffnen lässt.
An Heizmöglichkeiten sind einerseits eine Festbrennstoffheizung im Kellergeschoss, andererseits eine Gastherme vorhanden, welche im nicht ausgebauten Dachbodenraum installiert ist, wobei von den bei der Befundaufnahme anwesenden Personen die Funktionsweise der vorhandenen Heizquellen nicht schlüssig erklärt werden konnte, ebenso wenig die Frage, wie die Warmwasserbereitung erfolgt. Die Raumheizung soll primär über Fußbodenheizungen bzw. auch über Radiatoren oder Kompaktheizkörper erfolgen. Als zusätzliche Heizmöglichkeit ist im Wohnzimmer des Erdgeschosses ein Kachelofen vorhanden, in der daran anschließenden Küche ein mit festen Brennstoffen zu befeuernder Küchenherd. Betreffend den Kachelofen wurden vom zuständigen Rauchfangkehrer die Vorlage einer Typengenehmigung sowie die Schaffung eines Zuganges zum Kaminkopf urgiert.
Die Ausstattung im Gebäudeinneren kann als durchschnittlich bis gut bezeichnet werden, gemäß Information soll bei der Bauausführung ein höherer Eigenleistungsanteil erbracht worden sein.
Der Bau- und Erhaltungszustand lässt teilweise Instandsetzungserfordernisse erkennen; insbesondere Garage, Heizraum und Gartengeräteraum weisen Mauerwerksfeuchte auf, an der Deckenuntersicht des Stiegenhauses sowie an den Dachschrägenverkleidungen des nicht ausgebauten Bodenraumes zeigen sich Wasserschäden bzw. in Ansätzen auch Schimmelbildung.
Die Restnutzungsdauer des Gebäudes wird mit 4 Jahren eingeschätzt, sodass unter Zugrundelegung einer üblichen Gesamtnutzungsdauer derartiger Objekte von 80 Jahren von einem fiktiven Baualter von 40 Jahren auszugehen ist.
An fix verbundenem Inventar sind der Kachelofen im Wohnzimmer und der Küchenherd in der daran anschließenden Küche anzuführen; diese werden bei der Bewertung als Teil des baulichen Bestandes berücksichtigt.
An Außenanlagen sind insbesondere zwei Einfahrtstore, zwei Holzhütten, sowie ein Flüssiggastank mit einer Füllmenge von 2.700 l bewertungsrelevant.
Nach den vorliegenden Informationen (angebliche Eigennutzung der gesamten Liegenschaft) wird für die gesamte Liegenschaft für die Bewertung Bestandsfreiheit angenommen.
Boden- und Gebäudeuntersuchungen über das Vorliegen von eventuellen Kontaminationen wurden nicht durchgeführt; somit wurde für die Bewertung von einer Altlasten- und Kontaminationsfreiheit ausgegangen.
Über das oben angeführte fix verbundene Inventar hinaus ist kein Zubehör vorhanden.
Das Gericht beabsichtigt, dem gegenständlichen Verfahren die gesetzlichen Versteigerungsbedingungen zugrundezulegen.

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