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Altes Bauernhaus

Auf dem Grundstück besteht ein, in seinen ursprünglichen Hauptteilen vermutlich Anfang des 20. Jahrhundert in massiver Ziegelbauweise errichtetes, lediglich teilunterkellertes Wohn- und Betriebsgebäude, das im Zuge mehrerer Umnutzungen als Restaurant oder Gasthaus betrieben wurde und mittlerweile seit einiger Zeit stillgelegt ist. Das ursprünglich vermutlich als Bauernhaus errichtete Gebäude wurde in verschiedenen Bauabschnitten oftmals erweitert und umgebaut und war in seiner letztmaligen Nutzungsform als Gasthaus im Bereich des straßenseitigen Traktes und des an der westseitigen Grundstücksgrenze errichteten Nebengebäudes genutzt, wobei im südostseitigen einhüftigen Seitentrakt Wohnräume untergebracht waren.
Bei der Baubehörde konnten keine entsprechenden Pläne und Unterlagen aufgefunden werden, die den ursprünglich ersten Baubestand umfassen. Die ersten Bezug habenden Pläne stammen aus dem Juni 1958 und bilden die Basis für eine Baubewilligung aus demselben Jahr, mittels welcher der Zubau eines Gastzimmers bewilligt wurde. Im Anschluss daran wurde offensichtlich im Jahr 1992 eine Bewilligung zur Errichtung einer Glasveranda und eines Flugdaches erteilt, mittels welcher das Hauptgebäude mit einem an der westlichen Grundstücksgrenze gelegenen Nebengebäude verbunden wurde, in welchem sich WC-Anlagen und Waschräume, sowie Abstellräume befinden.
Das Gebäude weist massive Schadensbilder auf, beispielsweise an der Straßenfassade (starke Putzschäden im Sockelbereich, örtliche Abplatzungen der Fassade). Die Fußboden- und Wandbereiche annähernd aller Räume im Bereich des Haupttrakts und Seitentrakts weisen erhebliche Beschädigungen durch aufsteigende Grundfeuchtigkeit mit entsprechenden Abplatzungen und Schimmelbildungen auf. Auch die Decken all dieser Räume, welche als Tramdecken ausgeführt sind, weisen erhebliche Schäden durch Feuchtigkeitseintritte auf, sodass in einem Großteil der Bereiche die Stuckatur herabfällt. Aufgrund des allgemeinen Erscheinungsbildes muss weiters davon ausgegangen werden, dass die vorhandenen Installationsleitungen, wie Elektro- und Wasserleitungen, nicht mehr gefahrlos verwendet werden könne. Es kann festgestellt werden, dass das Bauwerk am Ende seiner technischen Nutzungsdauer angekommen zu sein scheint. Für das bewertungsgegenständliche Gebäude kann somit die wirtschaftliche Abbruchsreife attestiert werden.

Grundstücksgröße:1.007 m²


Schätzwert:190.000,00 EUR

Beschreibung des mitzuversteigernden Zubehörs:keines nachgewiesen;

Wert des mitzuversteigernden Zubehörs:nicht festgestellt

Vadium:19.000,00 EUR

Geringstes Gebot:190.000,00 EUR


Sonstige Hinweise:Jedem Interessenten wird das Studium der Langfassung des Gutachtens dringend empfohlen.
Weiter sollte von der Möglichkeit einer Besichtigung der Liegenschaft nach richterlicher Terminvereinbarung Gebrauch gemacht werden.

Gericht:BG Schwechat
Aktenzeichen:052 2 E 2255/16s
wegen:Zwangsversteigerung einer Liegenschaft
Letzte Änderung:12.01.2017
Versteigerungstermin:am 6.3.2017 um 10:00 Uhr
Versteigerungsort:Bezirksgericht Schwechat, Schlossstraße 7, 2320 Schwechat, Verhandlungssaal A, Erdgeschoss
Telefonkontakt:01/707 63 17/518
Ort und Zeit der Einsichtnahme:Werktags von 8:30 bis 12:00 Uhr, Zimmer 133, 1.Stock

Grundbuch:05211 Mannswörth
EZ:123
Grundstücksnr.:84
BLNr:6
Liegenschaftsadresse:Römerstraße 54
PLZ/Ort:2323 Mannswörth


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